Do 09. November 2017

19:30 Großer Saal, Musikverein

ORF RSO Wien

Cornelius Meister | Olivier Messiaen

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Festival

WIEN MODERN 2017

 

Zyklus

ORF RSO Wien / 2

Jeunesse Abo 14 Zeitsprünge

 

Veranstalter

Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Jeunesse

Service

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Bemerkungen

Keine Pause.

 

Rezensionen

Freitag, 10. November 2017 | Die Presse / Selzer, Theresa

Dieser Gesang der Liebe klang recht üppig

Wien modern: Das RSO Wien spielte Olivier Messiaens „Turangalîla-Symphonie“ im Musikverein.

Als „Gesang der Liebe, Hymne an die Freude“ beschrieb Messiaen seine „Turangalîla-Symphonie“, die nun das zweite Mal in diesem Wiener Konzertherbst zu hören war. Der exotische Titel dieses monumentalen Liebeshymnus ist aus dem Sanskrit entlehnt und soll „Zeit, Bewegung, Rhythmus, Leben und Tod“ heißen – und auf die theoretischen Grundlagen der altindischen Musik verweisen, derer sich Messiaen bediente.

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Freitag, 10. November 2017 | Wiener Zeitung / Dražić, Lena

Beinahe brachiale Wucht

Messiaens "Turangalîla-Symphonie" bei Wien Modern.

Neben den neuesten Tendenzen nationaler wie internationaler Kunstmusik präsentiert das Festival Wien Modern auch heuer wieder Klassiker, Meilen- oder Stolpersteine der Neuen Musik. Ein solcher Monolith war - nach Henzes Oratorium "Das Floß der Medusa" beim Eröffnungskonzert - am Donnerstag die "Turangalîla-Symphonie", die damit ungewöhnlicherweise gleich zweimal innerhalb eines Monats im Musikverein gespielt wurde.

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Samstag, 11. November 2017 | Der Standard / Ender, Daniel

Wien Modern: Messiaens Regenbogen der Klänge

Der Bezug von des Komponisten zum heurigen Motto des Festivals, "Bilder im Kopf", lässt sich nicht von der Hand weisen.

Vogelstimmen, Liebesgesänge, "Blut der Sterne", religiöse Entäußerung, der ganze Kosmos: All das wollte Olivier Messiaen in seine Musik verpacken.

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Was kein Ohr gehört hat

Olivier Messiaen

Fünfundzwanzig Jahre sind vergangen seit dem Tod von Olivier Messiaen – und je ferner uns das 20. Jahrhundert rückt, desto deutlicher wird Messiaens Ausnahmerang, seine durch und durch unzeitgemäße und ebenso faszinierende Erscheinung.

Dieses 20. Jahrhundert mit seinen grauenhaften Weltkriegen, seinen politischen Schreckensgebilden und seinen ästhetischen Verstörungen hat den 1908 in Avignon geborenen Olivier Messiaen zwar keineswegs unberührt gelassen, aber die Integrität seines Werks kaum tangiert. Er hat seine musikalische Sprache – bei aller Offenheit gegenüber neuen Ideen und Eindrücken – geradlinig entwickelt.
Wie ungewöhnlich das ist, wird erst deutlich, wenn man auf Messiaens Generationsgenossen blickt: Ob Ernst Krenek (* 1900), Karl Amadeus Hartmann (* 1905), Dmitrij Schostakowitsch (* 1906), John Cage (* 1912) oder Bernd Alois Zimmermann (* 1918) – durch ihre Lebenswege ziehen sich vielerlei Brüche, stellt sich immer wieder die Frage der musikalischen Sprachfindung neu, ja die Frage danach, was Musik selbst noch sein könnte: unter dem Druck politischer Zwänge oder Selbstverpflichtungen ebenso wie unter dem Eindruck fiebrig wechselnder ästhetischer Überzeugungen.

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