Do 11. Jänner 2018

19:30 Großer Saal, Musikverein

Wiener Philharmoniker

Gustavo Dudamel | Mahler • Berlioz

Restkarten für diese Veranstaltung sind während der Öffnungszeiten unter +43 1 505 81 90 oder ab einer Stunde vor Konzertbeginn an der Konzertkassa erhältlich.

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Denkmäler der Liebe

Autobiographisches bei Berlioz und Mahler

Mitte Jänner dirigiert Gustavo Dudamel am Pult der Wiener Philharmoniker Gustav Mahlers Adagio aus der Zehnten Symphonie und Hector Berlioz’ „Symphonie fantastique“ – zwei Werke mit starken autobiographischen Bezügen. Thomas Leibnitz hat ihnen nachgespürt.

Kann Musik ein Leben schildern? Die Frage wurde in langen Perioden der Musikgeschichte nicht gestellt, geschweige denn beantwortet. Schwer vorstellbar, einer Sonata da Chiesa des 18. Jahrhunderts autobiographische Aufschlüsse zum Komponisten entnehmen zu können. Musik musste in der Ausformung ihres Mitteilungs- und Bedeutungspotenzials eine lange und komplexe Entwicklung durchmachen, bis sie so differenziertes Sprachvermögen entwickelte, dass Richard Strauss lässig bemerken konnte, er sei fähig, auch ein Krügel Bier in Töne zu setzen. Nun, das hat Strauss nicht getan, aber seiner rätselratenden Nachwelt hinterließ er zwei Werke, die als musikalische Autobiographien deutbar sind, die „Sinfonia domestica“ und das „Heldenleben“, einen bürgerlichen und einen heroischen Lebenslauf – und das aufgegebene Rätsel liegt in der Frage, ob und in welchem Maß Strauss hier tatsächlich von sich selbst sprach und nicht von Fährnissen und Glücksmomenten menschlicher Existenz überhaupt.

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