Mo 07. Mai 2018

19:30 Großer Saal, Musikverein

Staatskapelle Berlin

Daniel Barenboim | Claude Debussy

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Rezensionen

Dienstag, 08. Mai 2018 | Wiener Zeitung / Hirschmann, Katharina

Freude für Liebhaber des Großen und Kleinen

Es war wieder einmal so weit.

Daniel Barenboim und Martha Argerich beehrten Wien. Mit im Gepäck ein Programm bestehend aus Debussy, Debussy und noch mehr Debussy. Zum 100. Todestag des Komponisten wurde dieser ausgiebig gefeiert - völlig zu Recht, versteht sich, und auf eine Weise, die ihm gerecht wurde.

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Der scheue Revoluzzer

Im Debussy-Jahr 2018 taucht Daniel Barenboim tief in den musikalischen Kosmos dieses Komponisten ein. In drei Konzertprogrammen kombinieren er und die Staatskapelle Berlin Bekanntes mit selten oder kaum gespielten Werken, gefolgt von einem Klavierabend, den Barenboim mit Martha Argerich gibt. Stationen einer Entdeckungsreise zu Claude Debussy.

Die Würde unseres Menschseins liegt im Streben nach der Freiheit, welche die Natur uns geschenkt hat.“ So heißt es in der Aufzeichnung eines Gesprächs, das Claude Debussy mit dem Romancier Pierre Louÿs geführt hat: wohl ein Schlüsselsatz zum Verständnis des Künstlers und Menschen, der in seinem nicht sehr langen Leben – er starb 1918 mit 55 Jahren an Krebs – vieles umgekrempelt hat, was in der Musik seiner Zeit strenges Gesetz war. Aus der Natur, auch aus anderen Musikkulturen empfing Debussy seine Anregungen, nicht um sie abzubilden oder nachzuahmen.

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