Mi 09. Mai 2018

19:30 Großer Saal, Musikverein

Staatskapelle Berlin

Daniel Barenboim | Claude Debussy

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Im Spiel der Wellen

„Endlich erschien er“, so protokollierte ein Chronist den Auftritt des dirigierenden Komponisten Claude Debussy 1910 im Musikverein: „ein breitschultriger Mann, ein wenig träg und schwerfällig in den Bewegungen, den Blick etwas mürrisch und müde. Mit plumper Hand hob er den Taktstock …“ Doch dann: Musik von größter Leichtigkeit und Zartheit, „ganz Duft und vibrierender Klang“, irritierend irisierend, verstörend verführerisch! Töne, die den deutschen Ideenballast wie Nebel vergehen ließen. Und dahinter der Aufgang der Sonne, das Spiel der Wellen, „La Mer“ … 

Claude Debussy zählt – auch nüchterner betrachtet – zu den herausragenden Schöpfern der Musikgeschichte: einer, der seiner Kunst neue Dimensionen erschloss. Daniel Barenboim konzentriert sich 100 Jahre nach Debussys Tod intensiv auf den Maître und erarbeitet mit der Staatskapelle Berlin einen tief ausgeloteten Debussy-Zyklus. Mit ihm kommt er nun in den Musikverein. Das Programm des 9. Mai verbindet „La Mer“ und „Trois Nocturnes“ mit der frühen Kantate „La Damoiselle élue“ und „Trois ballades de François Villon“, gesungen von der phänomenalen französischen Mezzosopranistin Marianne Crebassa.

Lesen Sie auch den Artikel "Der scheue Revoluzzer" aus dem Musikfreunde Magazin.