So 28. Jänner 2018

19:30 Großer Saal, Musikverein

Wiener Symphoniker

Philippe Jordan | Scelsi • Bruckner

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Rezensionen

Montag, 29. Jänner 2018 | Der Standard / Ender, Stefan

Wiener Symphoniker und Philippe Jordan: Durch Frieden zu Gott

Die Symphoniker beendeten den Jordan-Jänner mit Bruckner, im Februar übernimmt Lahav Shani.

Wer ist Gott – und wenn ja, wie viele? Immer noch gibt es keine schlüssigen Antworten auf diese zentralen Fragen. Auch der Frieden scheint viele Gesichter zu haben – jedenfalls, wenn man Giacinto Scelsis akustischen Schilderungen in Konx-Om-Pax Glauben schenkt. Im dritten Teil des 1987 uraufgeführten Werks des komponierenden Mediums aus Italien hat der Antipode des Kriegs oft ein fast gewalttätiges Erscheinungsbild.

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Bruckner und die Moderne

Philippe Jordans erfolgreiche Arbeit als Chefdirigent der Wiener Symphoniker zeichnet sich auch durch spannende Saisonprogramme aus. Auf den Beethoven-Zyklus, der prägend für die vergangene Spielzeit war, folgen nun Bruckners letzte Symphonien, kombiniert mit Werken aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Interview mit den „Musikfreunden“ sprach Philippe Jordan über Bruckners Modernität, die besondere DNA der Wiener Symphoniker und die Herausforderung, Bruckner zu dirigieren.


Wie kam es zur Idee, Bruckners drei letzte Symphonien mit Werken des späten 20. Jahrhunderts zu verbinden?

Ein Grundgedanke meiner Arbeit mit den Wiener Symphonikern ist es ja, auch die Musik der Moderne zu pflegen, bis hin zur zeitgenössischen Musik. Dieser Aspekt ist im letzten Jahr durch unseren Beethoven-Zyklus natürlich etwas in den Hintergrund getreten, und deswegen war es mir wichtig, ihn in diesem Jahr wieder stärker in den Fokus zu rücken. Ich bin, gebe ich zu, kein Dirigent, der sich der zeitgenössischen Musik so verschrieben hat, dass er eine Uraufführung nach der anderen in Auftrag gibt – man weiß dabei eben oft auch nicht, was man bekommt...

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