Sa 04. November 2017

19:30 Großer Saal, Musikverein

Wiener Symphoniker

Tomáš Netopil | Brahms • Messiaen • Strauss

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden


Zyklus

Wiener-Symphoniker-Zyklus A / 2

Jeunesse Abo 08 Klavierkonzerte

 

Veranstalter

Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Jeunesse

Service

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Was kein Ohr gehört hat

Olivier Messiaen

Fünfundzwanzig Jahre sind vergangen seit dem Tod von Olivier Messiaen – und je ferner uns das 20. Jahrhundert rückt, desto deutlicher wird Messiaens Ausnahmerang, seine durch und durch unzeitgemäße und ebenso faszinierende Erscheinung.

Dieses 20. Jahrhundert mit seinen grauenhaften Weltkriegen, seinen politischen Schreckensgebilden und seinen ästhetischen Verstörungen hat den 1908 in Avignon geborenen Olivier Messiaen zwar keineswegs unberührt gelassen, aber die Integrität seines Werks kaum tangiert. Er hat seine musikalische Sprache – bei aller Offenheit gegenüber neuen Ideen und Eindrücken – geradlinig entwickelt.
Wie ungewöhnlich das ist, wird erst deutlich, wenn man auf Messiaens Generationsgenossen blickt: Ob Ernst Krenek (* 1900), Karl Amadeus Hartmann (* 1905), Dmitrij Schostakowitsch (* 1906), John Cage (* 1912) oder Bernd Alois Zimmermann (* 1918) – durch ihre Lebenswege ziehen sich vielerlei Brüche, stellt sich immer wieder die Frage der musikalischen Sprachfindung neu, ja die Frage danach, was Musik selbst noch sein könnte: unter dem Druck politischer Zwänge oder Selbstverpflichtungen ebenso wie unter dem Eindruck fiebrig wechselnder ästhetischer Überzeugungen.

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