Sa 17. Februar 2018

19:30 Großer Saal, Musikverein

Concentus Musicus Wien

Stefan Gottfried | Johann Sebastian Bach

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Bemerkungen

An Stelle von Wiebke Lehmkuhl übernahm Bernarda Fink die Alt-Partie. Pause nach dem Chor „Cum Sancto Spiritu“.

 

Neue Farben

Stefan Gottfried und der Concentus Musicus

Nikolaus Harnoncourt hätte sich nichts Schöneres wünschen können: Der Concentus Musicus lebt weiter – und wie! Nicht als Traditionsbewahrer, sondern als immer neues Alte-Musik-Ensemble. Stefan Gottfried verkörpert den Teamgeist als Dirigent.

„Der alte Augustinus hat ja so recht“, meint Stefan Gottfried mitten im Gespräch, und dann folgt der schöne Augustinus-Satz, der nicht oft genug zitiert werden kann: „Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen.“ Stefan Gottfried sagt diesen Satz als Entflammter, und Nikolaus Harnoncourt war der Feuerbringer. Jetzt hat es der 46-Jährige übernommen, die Flamme – mit anderen gemeinsam – weiterzutragen: Nach Harnoncourts Tod ist er einer der drei künstlerischen Leiter des Concentus Musicus Wien. Neben Konzertmeister Erich Höbarth und Andrea Bischof, der Zweiten Konzertmeisterin, steht Stefan Gottfried als Dirigent vor dem Ensemble, in dessen Mitte er auch als Cembalist und Continuo-Spieler wirkt. Und so, als Dirigent nämlich, kommt er nun im Februar 2018 auch in den Großen Musikvereinssaal. Auf dem Pult eine der größten, anspruchsvollsten Partituren der Musik: Bachs h-Moll-Messe. Und im Herzen, bleiben wir noch beim Kirchenvater, das Wort des Augustinus. 
Das Bild hilft, die Zusammenhänge noch präziser zu formulieren: Dass Stefan Gottfried und der Concentus die Flamme (nur) weitertragen, träfe es noch nicht genau. Sie müssen selbst brennen. Und das tun sie.

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