Di 25. April 2017

20:00 Gläserner Saal / Magna Auditorium, Musikverein

Peter Matić

Christian Scholl • Eduard Kutrowatz | Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden


Programm

Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit - ausgewählte Passagen Keith Jarrett Sonate für Violine und Klavier - Song Sergej Prokofjew Fünf Melodien für Violine und Klavier, op. 35 - Nr. 1 Andante Dmitrij Schostakowitsch Prélude, op. 34/22; Bearbeitung für Violine und Klavier von Dimitri Zyganow Sergej Prokofjew Fünf Melodien für Violine und Klavier, op. 35 - Nr. 2 Lento ma non troppo Dmitrij Schostakowitsch Prélude, op. 34/19; Bearbeitung für Violine und Klavier von Dimitri Zyganow Sergej Prokofjew Fünf Melodien für Violine und Klavier, op. 35 - Nr. 3 Animato Keith Jarrett Sonate für Violine und Klavier - Dance — Pause — Arvo Pärt Fratres Dmitrij Schostakowitsch Prélude, op. 34/15; Bearbeitung für Violine und Klavier von Dimitri Zyganow Prélude, op. 34/12; Bearbeitung für Violine und Klavier von Dimitri Zyganow Prélude, op. 34/17; Bearbeitung für Violine und Klavier von Dimitri Zyganow Prélude, op. 34/18; Bearbeitung für Violine und Klavier von Dimitri Zyganow Prélude, op. 34/10; Bearbeitung für Violine und Klavier von Dimitri Zyganow Aaron Jay Kernis Air

Zyklus

Wort.Musik II / 3

 

Veranstalter

Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Service

Programm drucken

O Tempora, o Zores!

Peter Matić liest Marcel Proust

Im Zyklus „Wort.Musik“ nimmt Peter Matic´ ein Monumentalwerk der Literatur in den Fokus: Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Stichwörter zu Zeit und Zeitgeist von Ronald Pohl.

Beschleunigung:

In jüngerer Zeit verdanken wir dem höchst eigenständigen Brecht-Schüler und Stückeschreiber Heiner Müller einen klärenden Hinweis auf die entschleunigende Wirkung revolutionärer Umtriebe. Als die Bolschewiken 1917 ff. in Russland die Macht an sich rissen, machten es sich ihre bewaffneten Parteigänger vielfach zur Aufgabe, die Uhren über den Bahnhofsportalen in Stücke zu schießen. Wer sich selbst, ob zu Recht oder nicht, als Subjekt der Geschichte auffasst, der darf auch dem Chronometer getrost in die Zeiger fallen. Ungeduld meint nicht, das Uhrwerk müsse unter allen Umständen für ein rascheres Umlaufen seiner beiden treuen Handlungsreisenden, vulgo: der Zeiger, sorgen. Solches fällt nicht in seine Zuständigkeit. Es ist der Anblick des Zifferblattes selbst, welcher Vertreter der Zukunft aktuell, das heißt: hic et nunc, in allergrößte Verlegenheit setzen kann.

weiterlesen