Türen auf!

Die Stadt und ihre Gesellschaft ändern sich, Traditionen wollen auf ihre Zukunftstauglichkeit überprüft werden. Der Musikverein hat sich daher entschlossen, aktiv, vielfältig, divers, offen und einladend nach vorn zu schauen.

„Es ist ein zentrales Ziel für uns im Musikverein, uns gegenüber der vielfältigen Wiener Stadtgesellschaft weiter zu öffnen“, so Stephan Pauly, der Intendant des Musikvereins. „Wir freuen uns über alle Besucherinnen und Besucher, die unsere Konzerte besuchen, über unsere Abonnentinnen und Abonnenten und über unsere Mitglieder. Wir sind uns aber auch bewusst, dass zahlreiche Menschen, die in Wien leben, keinen Zugang zu unseren Angeboten haben, und das llen wir ändern.“ Und das ist, so der Intendant, leichter gesagt als getan – denn die Gründe, warum Menschen den Weg in den Musikverein nicht finden, sind vielfältig. Für manche Menschen sind die Tickets zu teuer, andere haben in ihrer Bildungsbiographie keinen Kontakt mit klassischer Musik gehabt oder sie fühlen sich von der Art der Kommunikation des Musikvereins nicht angesprochen. Für manche wiederum ist der Weg zum Musikverein einfach zu weit, oder der 1. Bezirk ist unvertrautes Terrain. Und wieder andere Menschen haben eine gesundheitliche Konstitution, die den Konzertbesuch unmöglich macht. „Dazu kommt“, so Stephan Pauly, „dass viele der Programme, die wir entwickeln, die Stärken, Bedürfnisse und Interessen vieler Menschen nicht ansprechen.“ Es gibt also Hürden, Unsicherheiten, Schwellen- und Berührungsängste zu überwinden. Wie aber geht das? Wie macht man das als Musikinstitution? „Wir haben uns für einen umfassenden Diversifizierungsprozess über mehrere Jahre entschlossen, um unser Haus, mit seiner ganzen Tradition und seiner immens reichen Geschichte, für die Menschen in einer sich stark verändernden Gesellschaft weiter zu öffnen, um mehr Vielfalt, Diversität und kulturelle Teilhabe zu erreichen. Und das machen wir gemeinsam mit einer starken Partnerin, mit der Brunnenpassage“, so Stephan Pauly.

Eine strategische Partnerschaft

Von einem „großen Paradigmenwechsel“ spricht Gordana Crnko. Sie ist Kuratorin und leitet den Musikbereich der Brunnenpassage. 2007 initiiert, agiert dieses „Labor transkultureller Kunst“ am Wiener Brunnenmarkt als offener Kunst- und Kulturraum in einer ehemaligen Markthalle. Über die Jahre sind viele Methoden entstanden und weiterentwickelt worden, die Kunstformate schaffen, in denen Menschen aus unterschiedlichen biographischen Kontexten Verbindendes entdecken können. Für Gordana Crnko haben sich die „Zeiten der etablierten Institutionen, die vor allem für bestimmte Interessengruppen erreichbar sind, verändert, denn die Menschen der heterogenen Wiener Stadtgesellschaft wollen mitgedacht werden. Sie wollen eingeladen werden, sich auf der Bühne und in der Institution repräsentiert fühlen.“ Sie sieht „die institutionelle Öffnung und Diversitätsentwicklung als eine Notwendigkeit. Die Frage ist nur, wo möchten die einzelnen Institutionen bei diesem Prozess stehen? Wie sehr gestalten sie selbst diese Veränderungen mit und sind bereit, sich selbst zu hinterfragen, zu reflektieren, zu öffnen?“
Um Antworten auf diese Fragen zu finden, sind Musik- verein und Brunnenpassage eine strategische Partner- schaft eingegangen, um vielfältige, diverse Projekte im Musikverein gemeinsam zu entwickeln und den Prozess der Öffnung für die heterogene Gesellschaft gemeinsam zu planen und zu realisieren. „Uns ist wichtig, den Prozess der gesellschaftlichen Öffnung nicht nur nach unseren eigenen Vorstellungen zu gestalten, sondern in der Part- nerschaft mit der Brunnenpassage neue Perspektiven aktiv zu suchen und zuzulassen“, so Stephan Pauly. „Ich bin überzeugt davon, dass solch ein Weg der Öffnung, der Diversifizierung die besten Aussichten auf Erfolg hat, wenn man sich als Kulturinstitution von Diversity-Profis begleiten lässt. Daher bin ich über die Partnerschaft mit der Brunnenpassage sehr dankbar.“ Aus der Perspektive von Gordana Crnko ist eine Partnerschaft in dieser Art wie zwischen der Brunnenpassage und dem Musikverein „so etwas wie ein kulturpolitisches Experiment. Da treffen zwei Institutionen mit ganz unterschiedlichen Arbeitsweisen, Strukturen, Einstellungen und Teams aufeinander. Die Unterschiede sind enorm, und genau hier wird es inter- essant“, ist Gordana Crnko überzeugt: „Viele der Fragen, an die wir in der Zusammenarbeit stoßen, sind Abbild für Ausverhandlungsprozesse in unserer Gesellschaft im Allgemeinen. Wir arbeiten daran, Methoden zu entwickeln und Wege aufzuzeigen, wie es geht. Wie es gehen kann.“

Ein Großprojekt mit nachhaltiger Wirkung

Mit den „Wiener Stimmen“ manifestiert sich ein erstes Hauptprojekt der von Intendant Stephan Pauly initiierten Zusammenarbeit mit der Brunnenpassage bereits in der Saison 2021/22. Am 4. Juni 2022 stehen sechs Wiener Sängerinnen aus unterschiedlichen musikalischen und biografischen Kontexten auf der Bühne des Großen Saales des Musikvereins und performen ihre Musik, ihre Songs gemeinsam mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich. Die Brunnenpassage und ihr Team liefern in diesem gemeinsamen Projekt mit dem Musikverein die Expertise als „Impulsgeberin, kuratorische Beraterin, Reflexionsfläche und Begleiterin in den herausfordernden Prozessen, die schon gestartet sind und die noch kommen werden“, so Crnko.
Für die Saison 2022/23 steht nun eine neue Dimension, eine Weiterentwicklung dieses Projektes auf dem Programm, denn die „Wiener Stimmen“ bleiben kein einmaliges „Leuchtturmprojekt“. Was als gemeinsamer großer Auftakt in der vergangenen Saison begonnen hat, wird 2022/23 als neuer, eigener Zyklus mit sechs Konzerten im Musikverein fortgesetzt und soll auf diese Weise nachhaltig im Programm des Hauses verankert werden: Die sechs Sängerinnen, Alexia Chrysomalli, Marjorie Etukudo, Basma Jabr, Nataša Mirković, Golnar Shahyar und Sakina Teyna, werden mit ihren Stimmen und ihren eigenen Ensembles jeweils ein eigenes Konzert im Gläsernen Saal gestalten, im künstlerischen Dialog mit solistischen Musikerinnen und Musikern des Tonkünstler-Orchesters, die als Gäste bei den Konzerten mitwirken und so den 2021/22 begonnenen musikalischen Dialog weiterführen werden.
In den Neuen Sälen wird all das bei Wort-Musik-Program- men noch weiter vertieft. Bekannte Schauspielerinnen tragen dabei Texte aus Werken von Autorinnen vor, die dieselben Erstsprachen sprechen wie einige der „Wiener Stimmen“-Sängerinnen. Von der türkischen Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin Aslı Erdoğan (* 1967), die nach politischer Verfolgung im deutschen Exil lebt, stammt der Roman „Die Stadt der roten Pelerine“, aus dem ebenso gelesen wird wie aus dem Bestseller „Blauer Hibiskus“ der Nigerianerin Chimamanda Ngozi Adichie (* 1977). Die 1978 geborene Iranerin Nava Ebrahimi, die 2021 den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen hat, liest aus ihrem Roman „Sechzehn Wörter“. Damit wird in den beim Publikum enorm beliebten Wort-Musik-Zyklen in den Neuen Sälen ein neuer programmatischer Akzent gesetzt, in dem sehr unterschiedliche literarische Stimmen zu Wort kommen und mit Musik in einen Dialog treten.

Die Menschen im Mittelpunkt – neue Formate

In der Saison 2022/23 wird die Partnerschaft zwischen Brunnenpassage und Musikverein bereits im zweiten Jahr sein – und dies wird zum Anlass genommen, auch künstlerisch einen weiteren, großen Schritt zu tun und den Diversity-Fokus zu vertiefen. Für das Musikverein Festival, das sich ganz um den Medizinlöffel von Ludwig van Beethoven dreht, wird ein partizipatives Projekt entwickelt, bei dem nicht Künstlerinnen und Künstler im Mittelpunkt stehen, sondern die Besucherinnen und Besucher selbst. Bei diesem Projekt werden Menschen eingeladen, ein für sie wichtiges Musikstück mitzubringen und die dazugehörige Geschichte zu erzählen. Damit wird Raum für persönliche Erzählungen geschaffen, und viele unterschiedliche Stimmen werden gehört. Auch als Zeichen der Wertschätzung für die ganze Heterogenität der Wiener Stadtgesellschaft, die durch ihre Geschichten widergespiegelt wird.
Die Möglichkeit, Musik-Geschichten im persönlichen Austausch erfahren und erleben zu können, ist auch das Ziel eines weiteren, neuen Konzertformats, das Brunnenpassage und Musikverein gemeinsam entwickeln werden: Konzerte, die von einer Musikerin oder einem Musiker für eine Zuhörerin oder einen Zuhörer gespielt werden. Ein ganzer Parcours von 1-zu-1-Konzerten ist in Entwicklung, um möglichst vielen Menschen diese einmalige Erfahrung möglich zu machen und so auch die Klangräume des Musikvereins neu entdecken zu können.

Kooperation mit Klangkunst und den Wiener Festwochen

Ein neues Konzertformat wird auch in einem Projekt der Wiener Festwochen 2022 entstehen, bei dessen Auftakt- konzert der Musikverein Kooperationspartner ist. Im Mittelpunkt stehen neu gebaute Instrumente und die Menschen, die diese Instrumente spielen werden. Der 1980 in Beirut geborene Elektromusiker und Klangkünstler Tarek Atoui wurde von den Wiener Festwochen eingeladen, ein partizipatives Projekt zu entwickeln. Er fertigt eine neue Serie seiner außergewöhnlichen Instrumente an, die das Spektrum des Spielens faszinierend erweitern. Dabei lässt er sich auch von alten Instrumenten aus den Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde inspirieren. In dem Projekt mit dem Titel „Souffle Continu“ werden die von Tarek Atoui gebauten Instrumente sowohl von professionellen Musikerinnen und Musikern als auch von Amateuren gespielt werden, außerdem wird es eine Zusammenarbeit mit schwerhörigen und gehörlosen Menschen geben. Die Instrumente nutzen etwa den Klang als Vibration, und diese Vibrationen sind körperlich gut wahrnehmbar. Tarek Atoui hat in seiner künstlerischen Arbeit diverse, vielschichtige Begegnungen bewusst geplant und gesucht: „Das ist doch das Großartige an Kunst: Jeder kann an ihr teilhaben, egal welchen Hintergrund, egal welche Kompetenzen er oder sie hat. Wichtig ist nur, neugierig zu sein und die Bereitschaft zu haben, Neues zu absorbieren und zu lernen“, so der Künstler. Das Auftakt- konzert findet im Gläsernen Saal des Musikvereins statt, die Folgekonzerte im Rahmen des Festwochen-Programms ziehen dann weiter in verschiedene Locations in Wien, von der Ruprechtskirche über dasWERK am Donaukanal bis zum Fußballverein 1210 Wien. Von Anfang an war die Idee, ein möglichst diverses Publikum zu erreichen. „Wir freuen uns enorm, mit den Wiener Festwochen beim Auftaktkonzert dieses Projekts zu kooperieren“, so Stephan Pauly. „Die Begegnungen mit Tarek Atoui, mit Christophe Slagmuylder, dem Intendanten der Festwochen, und mit seinem Team haben uns große Freude gemacht, es sind neue Perspektiven für uns entstanden. Es ist eine wunder- bare Bereicherung für uns, etwas zu diesem besonderen Projekt beitragen zu können, das so viele unterschiedliche Menschen einbeziehen wird.“

Vielfältige Programme für Kinder, Jugendliche und Familien

Der Musikverein ermöglicht Menschen, live Musik zu er- leben, von echten Künstlerinnen und Künstlern, mit echten Instrumenten, direkt und unmittelbar auf der Bühne. Und da ist das erwachsene Publikum genau so wichtig wie das junge Publikum. Daher stehen 2022/23 neue Projekte für Kinder und Familien auf dem Spielplan des Musikvereins, die darauf ausgerichtet sind, vielfältige, diverse Themen aufzugreifen und viele Menschen zu erreichen.
Die Konzertreihe „Agathes Wunderkoffer“ begleitet Kinder ab vier Jahren auf Reisen in ferne Länder: Bei „Wir bauen ein Dorf “ taucht das Publikum gemeinsam mit dem Salah Ammo Trio in die Klangwelten Syriens, des Irak und weiterer arabischer Länder ein. „Traumreise“ hingegen führt in die Welt der indischen Ragas, der klassischen indischen Musik, und stellt das zugehörige Instrumentarium mit Bansuri, Tabla und Tanpura vor. „Agathes Wunderkoffer“, „Topolina“ und „Sebastian und das Tontelefon“, drei Konzertreihen für junges Publikum, spielen jedoch nicht nur für Abonnentinnen und Abonnenten, sondern in separaten Konzertterminen auch für Kindergartengruppen. „Albertos Abenteuer“, ein Konzertzyklus für Kinder ab fünf Jahren, wird ebenso Vor- und Volksschulklassen angeboten und ist Teil einer Kooperation mit dem Verein „Kultur für Kinder“, der gezielt ausgewählten Schulklassen aus Wien die aktive Teilnahme am kulturellen Leben der Stadt ermöglicht. Das Orchesterkonzert „Klassik-Hits im Goldenen Saal“ richtet sich an Volksschulklassen und Höhere Schulen, ausgewählte Generalprobentermine sind Oberstufenklassen während der gesamten Spiel- zeit bei freiem Eintritt zugänglich. Dieses umfassende Konzertangebot ermöglicht dem Musikverein, pro Saison mehrere tausend Kinder und Jugendliche aller Wiener Gemeindebezirke, unabhängig von Herkunft und sozialem Status, zu erreichen und diese teils erstmalig in Kontakt mit Live-Musik zu bringen. Aus dem Musikverein hinaus geht es bei mehrsprachig moderierten Konzerten der „Rising Stars“. In Kooperation mit der Brunnenpassage spielen vielversprechende Nachwuchsmusikerinnen und -musiker aus ganz Europa mehrsprachig moderierte Konzerte am Brunnenmarkt für Schulen aus der direkten Nachbarschaft, treten mit ihnen ins Gespräch und machen gemeinsam Musik.

Soziales Anliegen und gesellschaftliches Engagement

Diversität meint Vielfalt, die in allen Bereichen sichtbar gemacht werden soll. „Daher ist es uns ein Anliegen, unseren Blick auszuweiten auf einen weiteren Bereich der Wiener Stadtgesellschaft, auf Menschen, denen aus gesundheitlichen Gründen ein Konzertbesuch im aktuellen Programm nicht möglich ist“, so Stephan Pauly. In der Saison 2022/23 unternimmt der Musikverein einen ersten Schritt in dieser Richtung und wird spezielle Angebote für Menschen anbieten, die von Demenz betroffen sind, sowie für deren Angehörige. Die Caritas in Wien hat seit einigen Jahren das Projekt „Freizeitbuddys“ im Programm. Dabei verbringen freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit an Demenz erkrankten Menschen in Wien ein paar Stunden Freizeit, ermöglichen somit Aktivitäten und entlasten zugleich die Angehörigen. Ob Fahrrad oder „Öffis“ fahren, ob Beisl- oder Museumsbesuch, ob gemeinsam in die Gesangsrunde oder zum Gymnastikkurs, ins Fußball- stadion oder in den Tiergarten gehen – möglich ist vieles. Die Caritas hat im Projekt „Freizeitbuddys“ bereits viele Kooperationspartner in Wien, beispielsweise Museen, Sport- oder Freizeitbetriebe. Der Musikverein wird neuer Kooperationspartner, sodass ab April 2022 der Besuch von regulär angebotenen Konzerten im Musikverein für von Demenz betroffene Menschen zusammen mit ihren Freizeitbuddys möglich wird. Darüber hinaus wird der Musikverein mit Expertinnen und Experten ein neues, eigenes Konzertformat entwickeln, das für Menschen mit Demenzdiagnose offen und bestmöglich mit ihnen und auf ihre Bedürfnisse hin gestaltet sein wird. Diese Konzerte werden im Herbst 2022 beginnen und über die ganze Saison hinweg verteilt sein. Mit diesen neuen An- geboten soll der Versuch unternommen werden, einen Beitrag zur gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe sowie zur sozialen Gesundheit von Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen zu leisten.

Gesellschaftliche Öffnung: auch nach innen!

Dies alles sind starke Programmzeichen für die Diversifizierung nach außen, die parallel dazu ebenso im Inneren der Gesellschaft der Musikfreunde gestartet wurde. Der Musikverein hat für diesen internen Prozess Ivana Pilić, Kuratorin, Kulturwissenschaftlerin und Beraterin im Bereich Diversity & Arts, eingeladen, diesen Prozess zu leiten. Ivana Pilić sieht es als „Riesengewinn“, dass „einige Projekte schon auf einer Umsetzungsebene sind, weil man die gleich mitreflektieren kann“. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich die Institution Richtung vielgestaltige Stadtgesellschaft öffnen kann. Daher „schaut man sich zunächst an, wer im Haus arbeitet, wer es besucht, welche Künstlerinnen und Künstler treten hier auf – und wer ist nicht da. In einem zweiten Schritt versucht man dann, die nicht Anwesenden über unterschiedliche Maßnahmen und auf unterschiedlichen Ebenen einzuladen, aktiver Bestandteil des Hauses zu werden“, erklärt Pilić. Es ist ein großer Sensibilisierungsprozess, um Bewusstsein herzustellen, „weil die Wahrnehmung darüber, wen wir überhaupt ausschließen, erst einmal aktiviert gehört. Wir alle agieren in sehr homogenen Blasen, nicht nur in unserer Berufs- und Arbeitswelt, sondern auch in unserem privaten Umfeld. Wir haben daher Imaginationen über bestimmte Gruppen, schreiben ihnen zu, dass sie womöglich ungebildet sind oder mit unserem Programm gar nichts anfangen können. Aufgrund dieser Imaginationen stellen wir ein Vermittlungsangebot zusammen, das aber im Grunde wieder nur auf unserer eigenen Wahrnehmung basiert.“ Es ist ein breites Lernen, um weitere Potenziale zu finden, dabei auch Kooperationen einzugehen und mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren etwas gemeinsam zu entwickeln. „Dann muss man sich auch nicht so sehr um die Vermittlung bemühen, wenn man nicht an den Interessen von diversen Gruppen vorbeiprogrammiert“, so Pilić. Gerade für eine altehrwürdige Institution wie den Musikverein sieht sie mit einer gelungenen Diversifizierung eine „unglaublich große Chance. Weil in der Begegnung mit anderen so ein wunderbares Traditionshaus zukunftsfit und noch relevanter für die Menschen in der eigenen Stadt werden kann.“

Stefan Musil

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