Saisoneröffnung

Ein ganzes Wochenende mit Konzerten

Der Musikverein startet die Saison 2021/22 nicht allein mit seinem traditionell glanzvollen Eröffnungskonzert, sondern mit einem ganzen Wochenende voll Musik.

Zum Auftakt werden vom Freitag, 24. September, bis Sonntag, 26. September, fast alle Säle des Hauses bespielt. Eingeladen sind alle Musikfreundinnen und Musikfreunde – auch schon die jüngsten ab drei. Und thematisch klingen Leitmotive an, die prägend für die ganze Saison sind und dann in Programmschwerpunkten und Festivals voll entfaltet werden.

Das Verbindende, das im Musikverein ganz groß geschrieben wird, zeigt sich beim Eröffnungskonzert auch in einer Premiere danach. Erstmals bittet Intendant Stephan Pauly die Besucherinnen und Besucher nach dem Konzert zum Künstlergespräch in den Gläsernen Saal. „Auf ein Glas mit …“ heißt dieses neue Format, das am 24. September mit den Künstlern des Abends, Alain Altinoglu und Gautier Capuçon, gestartet wird. Vom Titel dürfen sich übrigens alle angesprochen fühlen: Das rund halbstündige Après sieht selbstverständlich vor, dass auch das Publikum „auf ein Glas …“ dabei sein kann.

Herzlich willkommen! 

Wiener Philharmoniker

Freitag, 24. September 2021
19.30 Uhr | Großer Musikvereinssaal
Wiener Philharmoniker
Alain Altinoglu | Dirigent
Gautier Capuçon | Violoncello

Antonín Dvořák: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll, op. 104
César Franck: Symphonie d-Moll

Anschließend im Gläsernen Saal: Auf ein Glas mit Alain Altinoglu und Gautier Capuçon

Einen Grenzgang wagte der heimatverbundene Antonín Dvořák, als er 1892 dem Lockruf nach Amerika folgte. Eines der Meisterstücke, die er in den USA schrieb, ist das Cellokonzert h-Moll, ein Werk der Intensität wie der Intimität, des Aufbruchs und der Sehnsucht. Dvořák brachte es nach Europa zurück, 1896 wurde es in London uraufgeführt. Als erstes Werk im Musikvereinsprogramm 2021/22 schlägt es die Brücke zum Saisonschwerpunkt „Grenzgänge: Tschechische Musik“, der im März 2022 im Zentrum der Musikvereinskonzerte stehen wird.

Freitag, 24. September 2021, 19.30 Uhr
Freitag, 24. September 2021, 21.45 Uhr

Andrés Orozco-Estrada
© Werner Kmetitsch

Andrés Orozco-Estrada 

土曜日, 25. 9月 2021, 07.30 午後

Wiener Symphoniker

Samstag, 25. September 2021
19.30 Uhr | Großer Musikvereinssaal
Wiener Symphoniker
Andrés Orozco-Estrada | Dirigent
Antoine Tamestit | Viola

Joseph Haydn: Symphonie C-Dur, Hob. I:90
Bohuslav Martinů: Rhapsody--Concerto für Viola und Orchester
Antonín Dvořák: Symphonie Nr. 7 d-Moll, op. 70

Auch Bohuslav Martinů zog es in die USA. Sein Grenzgang 1941 war freilich erst einmal Flucht: ein Entkommen vor nationalsozialistischer Besetzung und Verhetzung. 1952 schrieb er in den USA sein „Rhapsody-Concerto“, eines der herausragenden Bratschenkonzerte des 20. Jahrhunderts. Wie Dvořáks Siebte Symphonie verweist es im Saisonauftaktkonzert der Wiener Symphoniker auf den Musikvereins-Programmschwerpunkt „Grenzgänge: Tschechische Musik“. Die Schwingung und Stimmung des Musikverein Festivals „A!“, das dann im Mai und Juni 2022 stattfinden wird, nimmt hingegen schon das erste Werk des Abends auf. Der einheitliche Ton ist Thema des Festivals – und damit auch: Norm und Abweichung. Joseph Haydn machte sich einen Spaß daraus, mit diesem Thema zu spielen. So in seiner C-Dur-Symphonie Hob. I:90. Launig legt er es darauf an, dass das Publikum die falschen Schlüsse zieht und glaubt, es sei schon Schluss, obwohl … Köstlich!

Max Müller

Samstag, 25. September 2021
16.00 Uhr | 20.00 Uhr | Gläserner Saal
Max Müller | Lesung
Milos Todorovski | Akkordeon

Josef Lada: Der Kater Mikesch – nacherzählt von Otfried Preußler

Auf die Spur nach Tschechien, hübsch gewitzt auf Schleichwegen, führt auch das erste Konzert des Max-Müller-Zyklus. Mit „Kater Mikesch“, einem Kinderbuch-Klassiker des tschechischen Autors und Zeichners Josef Lada aus den 1930er Jahren, hat sich Max Müller einen pfiffigen Start seiner Musikvereins-Serie ausgesucht. Der Meister-Akkordeonist Milos Todorovski spielt und improvisiert die Musik dazu.

Samstag, 25. September 2021, 16.00 Uhr
Samstag, 25. September 2021, 20.00 Uhr

Sebastian und das Tontelefon

Konzerte für Publikum ab 3 Jahren

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Sebastian das Tontelefon

Samstag, 25. September 2021
11.00 | 13.00 | 15.00 | Metallener Saal
Sonntag, 26. September 2021
11.00 | 13.00 | 15.00 | Metallener Saal

Die komische Krachmachmaschine
Konzerte für Kinder ab 3 Jahren
Von und mit Sebastian Radon, Simon Scharinger, Elina Lautamäki und Joachim Rigler

Musik von Billy Joel, Camille Saint-Saëns, Zequinha de Abreu, Eigenkompositionen u. a.

Durch die neue Kinderkonzert-Reihe „Sebastian und das Tontelefon“ klingt (und klingelt) durchgängig das Thema des Musikverein Festivals „A!“. Denn was ist eigentlich das „Tontelefon“? Eine Stimmgabel! In der ersten Folge geht es gleich mit Hochspannung los: Sebastians Tontelefon wurde gestohlen. Die rasante Verfolgungsjagd endet in der Werkstatt des verschrobenen Klangforschers Dr. Dr. Willy Witzwurm, der an einer rätselhaften „Krachmachmaschine“ schraubt.

Selina Ott | En-Chia Lin

Sonntag, 26. September 2021
20.00 Uhr | Gläserner Saal 
Selina Ott | Trompete
En-Chia Lin | Klavier

Wladimir Peskin:  Konzert Nr. 2, „Concert Allegro“
Alexandra Pakhmutova:  Trompetenkonzert
sowie Werke von Francis Poulenc, Jean-Baptiste Arban, Fritz Kreisler, Frédéric Chopin, Vassily Brandt, Nikolai Kapustin und Herman Bellstedt

Auf das Musikverein Festival „A!“, das ausgehend vom Kammerton a um die Themen Zentralton, Orgelpunkt und Regelbrecher kreist, weist auch dieses Konzert mit der jungen Trompeterin Selina Ott und dem Pianisten En-Chia Lin. „Regelbrecher“ sind die vom Konzertschema abweichenden Trompetenkonzerte von Wladimir Peskin und Alexandra Pakhmutova. Chopins Ballade op. 23 wieder spielt raffiniert mit einem Orgelpunkt, einem lange Zeit tragenden Ton … Mit diesem Konzert setzt der Musikverein zugleich einen starken Saisonauftakt für seine intensive, neugierige Zusammenarbeit mit jungen Künstlerinnen und Künstlern.

Sonntag, 26. September 2021, 20.00 Uhr

Monatsmagazin Musikfreunde September / Oktober 2021

Frühlingserwachen mitten im Herbst. Etwas von dieser Stimmung wird sich zweifellos einstellen, wenn der Musikverein im Oktober „Die Jahreszeiten“ spielt. Haydns große Hommage an den Lauf der Zeiten beginnt bekanntlich mit einem überschwänglichen Gefühl der Erleichterung. Vorbei ist’s mit Starre, Lähmung, strenger Enge. Der Frühling, freudig herbeigesungen, lässt sich nicht mehr aufhalten.

Ja, und so ist es dann hoffentlich überhaupt im Herbst, wenn der Musikverein in seine neue Saison geht: Frühlingserwachen im September. Aufatmen und Aufblühen, ein Neu- und Wiederbeginn mit dem Gefühl großer Erleichterung. Hoffen wir darauf! Unser Programm ist jedenfalls ganz auf diese Stimmung ausgerichtet. Voll Optimismus starten wir mit einem vollen, vielfältigen Konzertkalender – und mit einer Saisoneröffnung, die ein ganzes Wochenende zum Fest der Musik macht.

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