26. 11月 2022

20:00 Gläserner Saal / Magna Auditorium, Musikverein

Corinna Harfouch

Latica Honda-Rosenberg • Hideyo Harada | Alma Rosé

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Alma Rosé

Das Leben einer großen Künstlerin zwischen Kultur und Barbarei

Mit einer Wort-Ton-Collage erinnern Corinna Harfouch, eine der bekanntesten deutschen Charakterdarstellerinnen in Film, Fernsehen und Theater, die Geigerin Latica Honda-Rosenberg sowie die Pianistin Hideyo Harada an Alma Rosé – ein Name, der nie dem Vergessen anheimfallen sollte. Denn hinter diesem Namen verbirgt sich das Leben einer starken Frau und faszinierenden Künstlerin. In ihrer Biografie spiegelt sich deutlich die humanistische Kraft der Musik wider – zugleich aber auch, wie Musik missbraucht werden kann.
Alma Rosé ist die Nichte Gustav Mahlers. In Wien wird sie 1906 in eine berühmte Musikerfamilie hineingeboren. Die eigene musikalische Ausbildung erhält sie vom Vater, dem berühmten Geiger und Konzertmeister der Wiener Philharmoniker Arnold Rosé. Die Anfänge ihrer Karriere als Geigerin sind vielversprechend. Selbstbewusst bewegt sie sich im Zentrum der musikalischen Welt ihrer Zeit. Einen herausragenden Ruf erarbeitet sie sich nicht allein als Solistin: Alma Rosé gründet die „Wiener Walzermädeln“ und tourt mit diesem Ausnahmeorchester bald durch ganz Europa. Fotografien von ihr zeigen eine lebenshungrige, eine moderne Frau. Doch ihre jüdische Abstammung wird ihr zum Verhängnis: Die menschenverachtende Ideologie des Nazi-Regimes gesteht ihr keinen Ruhm, keinen Glanz, ja nicht einmal das nackte Überleben zu. Die entbehrungsreiche Gefangenschaft im Vernichtungslager überlebt sie nicht: 1944 stirbt Alma Rosé in Auschwitz.