15. 10月 2022

19:30 Großer Saal, Musikverein

Elīna Garanča • Malcolm Martineau

Schumann • Strauss • Rachmaninow

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Witches, Bitches und alte Hexen

Elīna Garanča

Ihr Opernrepertoire erweitert sich ständig. Doch so spannend das Bühnenleben auch für Elīna Garanča ist und bleibt: Dem Lied gilt eine ungebrochene Neigung der weltberühmten Sängerin. Am 15. Oktober ist sie wieder mit einem Liederabend im Großen Musikvereinssaal zu hören.

Zwei facettenreiche Verführerinnen dominierten in der letzten Zeit das Bühnenleben der Elīna Garanča: Ihr aufsehenerregendes Rollendebüt als Kundry in Richard Wagners „Parsifal“ im April 2021 an der Wiener Staatsoper musste zwar pandemiebedingt noch ohne Publikum stattfinden, hat aber via Bildschirm ein großes Publikum gefunden. Die Dalila in Camille Saint-Saëns’ „Samson et Dalila“, schon länger ein Glanzpunkt im Repertoire der Sängerin, konnte nun Ende Mai, Anfang Juni in London wieder direkt von der Bühne herab begeistern. Und diese beiden Partien, genauer gesagt die beiden zweiten Akte aus den jeweiligen Opern, sind mit ihr in konzertanter Form auch für die Salzburger Festspiele 2022 angesetzt. Dazu kam letzten Herbst noch die Principessa di Bouillon in Francesco Cileas „Adriana Lecouvreur“ in Wien; außerdem wird, nach der Eboli in Verdis „Don Carlo“ und der Santuzza in Mascagnis „Cavalleria rusticana“, für sie bald auch die Stunde der Amneris in „Aida“ schlagen, und nicht zu vergessen die Venus im „Tannhäuser“ bei den Salzburger Osterfestspielen 2023 … Sie sei nun bei den „Witches, Bitches und den alten Hexen“ angelangt, wie Garanča die Rollen im dramatischen Mezzosopranfach lachend zusammenfasst, und ihren Abschied gebe sie irgendwann „mit der Alten Gräfin in der ‚Pique Dame‘! Das wäre dann wirklich der vollkommene Abschluss einer Regenbogenkarriere mit vollem Bogen von links nach rechts.“ Doch unter den ersten Auftritten in jenen „Fenstern“ der Pandemie, die Aufführungen und Publikum zuließen, waren auch bewusst Lieder zu finden: entweder mit Orchester, wie im Sommer 2020 in Salzburg die „Wesendonck-Lieder“ mit den Wiener Philharmonikern und Christian Thielemann – oder ausgewachsene Liedprogramme mit Malcolm Martineau, ihrem langjährigen Partner am Klavier. Dass ausgerechnet das Musikvereinspublikum durch Pech von Ersatztermin zu Ersatztermin vertröstet werden musste, ist eine Wunde, die sich nun endlich schließen soll, so wie jene des Amfortas im „Parsifal“. Dabei, scherzt Garanča, frage sie sich bei Liederabenden ja immer wieder: „Warum tu ich mir das an? Viel einfacher wäre es, mit einer Handvoll Partien von einer Opernproduktion zur anderen zu fahren, als immer wieder ein neues Liederprogramm einzustudieren.“

Freilich: Die Freude an Herausforderungen bleibt – zumal bei den gängigen Opernpartien dann doch irgendwann Routine und Wiederholung dazukommen, selbst wenn man immer wieder „den Charakter etwas anders positioniert, andere Facetten herausgearbeitet hat“. Das Liedrepertoire jedoch sei „unerschöpflich: Es reicht ein Leben dafür nicht aus, und ich wachse dadurch auch als Künstlerin. Viele Farben, die ich im Opernrepertoire einsetze, kann ich in einer miniaturistischeren Weise auch im Lied einbringen, und umgekehrt nützt die Feinheit und Raffinesse, die man im Lied braucht, auch den Opernrollen.“ Lieder, das sind für Elīna Garanča auch kostbare Kindheitserinnerungen – an ihre Mutter, die ja auch Sängerin war. Musikalisch war ihr also vieles längst vertraut, es waren später „nur noch“ die Worte zu lernen. Dabei ist es bei neuem Repertoire eher umgekehrt für sie: „Der Text muss mich ansprechen, damit fange ich an. Und wenn mich der Text anspricht, dann kommt auch die Melodie.“ Freilich gilt dasselbe wie bei Opernpartien: Alles verändere sich „mit dem, was man im Leben erlebt hat, wie man selber gewachsen ist. Man kann ein Lied nie gleich singen.“ Wie sehr die eigene Biographie und Reife die Interpretation beeinflussen kann, erklärt sie am Beispiel von Schumanns „Frauenliebe und Leben“ und dem lyrischen Ich des Zyklus: „‚An meinem Herzen, an meiner Brust‘ nimmt man ganz anders wahr, wenn man wirklich das eigene Kind in den Arm genommen hat. Wenn sie singt: ‚O wie bedaur’ ich doch den Mann, der Mutterglück nicht fühlen kann‘, dann weiß ich ganz genau, was sie meint.“Schumann, dazu Brahms, Mahler, Richard Strauss, Wagner und Rachmaninow: Das sind gleichsam die Lied-Hausgötter von Elīna Garanča. „Ich denke, dass meine Stimme für sie viel besser passt als etwa für Debussy oder Schubert.“ Vielleicht kommt ihre Schubert-Phase ja noch, vorerst bricht sie lieber eine Lanze für ein hierzulande unterrepräsentiertes Repertoire: das spanische. „Meine Mutter war ein Riesenfan von spanischer Musik, da habe ich zu Hause sicher schon am meisten gehört. Sie hat unendlich viel von Obradors, Guridi, de Falla, Turina und anderen gesungen.“ Das lässt Garanča über Fragen der Mentalität nachdenken: „Spanier scheinen ja sehr laut zu sein und viel extrovertierter als die Letten. Das liegt aber nur daran, dass wir Letten etwas länger brauchen, bis wir einen Menschen ins Herz schließen, und dann sind wir genauso laut und lustig und spaßig wie die Spanier. Der lettische Mensch ist wahrscheinlich eher zurückgezogen, hat einen gewissen Stolz und ein gerades Rückgrat.“ Da lässt sich freilich mühelos eine Verbindung zum Flamenco herstellen: „Da ist ein grader Rücken, schnelle Füße und ein unglaublich konzentrierter Blick, und das spüre ich in der spanischen Musik generell: diesen geraden, aufrechten Rücken, den ich, glaube ich, auch selber gerne trage. Und irgendwie liegen mir auch die Sprache, die Tonführung und der Rhythmus, der einen immer unglaublich mitreißt.“

Markus Hennerfeind
Mag. Markus Hennerfeind lebt als Verlagsmitarbeiter, Musikwissenschaftler, Lektor und Redakteur für verschiedene Festivals und Veranstalter in Wien.

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