07. 4月 2022

20:00 Metallener Saal, Musikverein

Mocatheca

Hödl • Falb • Süss | Augenblicke

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Remarks

An Stelle von Monika Kampichler-Moser nahm Theresa Dinkhauser an dem Konzert teil.

 

Alla Breve

MATER DOLOROSA

Es ist ein Urbild der tiefsten Traurigkeit, des größten Leids, das einem Menschen zu tragen aufgegeben sein kann: ein Mensch, der sein Kind verbluten sieht, die Mutter unter dem Kreuz, „Stabat mater dolorosa …“ Wer hätte für möglich gehalten, dass solche Bilder nun wieder gewaltsam erzeugt werden – durch einen Krieg in Europa, der Menschenleben kostet und Mütter unters Kreuz zwingt, wo sie den Tod ihrer gefallenen Söhne beweinen. Wir werden das „Stabat mater“ in der Karwoche 2022 anders hören als sonst: wissend um die grausame Realität dessen, was hier besungen wird. Aufgerufen zum Mitleid, wie es der geistliche Text aus dem späten Mittelalter so eindringlich evoziert. Erfüllt auch von der Hoffnung auf ein Leben, das stärker ist als all das Sterben. Giovanni Battista Pergolesi hat 1736, wenige Wochen vor seinem eigenen, viel zu frühen Tod, eine der bewegendsten Vertonungen des „Stabat mater“ geschaffen: ein Werk, das auf die große Geste verzichtet, den Schmerz verinnerlicht und so auch, aus dem Innersten, die Hoffnung blühen lässt: „in paradisi gloria“. Am 7. April ist es mit dem wunderbaren Bach Consort Wien im Brahms-Saal des Musikvereins zu hören.

MOMENT MAL!

Moment mal! Merkwürdig eigentlich, wie man das Merkwürdige, ja des Merkens Würdige gern ins Wort fasst. Moment mal! So flüchtig der Moment ja auch ist, den will man sich einprägen. Dieses „Moment mal!“ hat durchaus etwas Faustisches: Zum Augenblicke dürft’ ich sagen, verweile doch … Den Augenblick genießen, ihn sinnlich erfahren und ihm nachsinnen, das kann man am 7. April im Musikverein bei einem Programm, das explizit so heißt: „Augenblicke“. Vier exzellente Musikerinnen, alle vier Klarinettistinnen, präsentierten es: Mocatheca, ein Ensemble, bei dem schon von vielen gesagt wurde: Moment mal! Die muss man sich merken! „Ein absolutes Spitzenquartett“, so Rupert Frankhauser, Klarinettenprofessor an der mdw, voll Bewunderung: „Frauenpower, gepaart mit Spielwitz, Humor und einem klarinettistischen Feuerwerk!“ Der musikalische Augenblick wird in diesem kurzweiligen Programm mit Werken zelebriert, die von den vier selbst geschrieben wurden – oder auch von jungen Komponistinnen und Komponisten wie Simon Zöchbauer, Viola Falb, Martin Rainer und Helmut Hödl.

OPERETTE NACH MASS

Wohin die Wege führen … In seinen musikalisch-literarischen Programmen im Musikverein hat Max Müller Wiens Musikfreunde während der vergangenen Jahre regelmäßig auf seine vorzüglich durchgeplanten Reisen mitgenommen: nach „Kärnten – höchst persönlich!“, „Bayern – eine Begegnung!“, „Wien – Eine Annäherung!“ und sogar „Rundherum!“ in beim „Versuch einer Weltreise – garantiert akzentfrei“.  Im April entführt der beliebte Fernseh-Polizeihauptkommissar aus Kärnten, den die Bayern längst adoptiert und mit der Staatsmedaille Innere Sicherheit ausgezeichnet haben, sein Publikum in die Welt der Operette mit Stationen bei Maxim, in der Puszta, auf einem Wiener Maskenball, bei Frau Luna auf dem Mond und möglicherweise auch auch am Wolfgangsee, in Berlin und Paris. „Operette nach Maß – eine Liebeserklärung!“ heißt das Programm und ist wörtlich zu nehmen. Für den Liebhaber der Operette Max Müller versteht es sich von selbst, dass die sogenannte „leichte Muse“ ernst zu nehmen sei. Mit entsprechendem Ernst geht er freilich auch ans Werk – aber nicht ohne Freud, Heiter- und Leichtigkeit. Seine Partner in diesem sehr persönlichen Programm tun es ihm gleich: das exzellente junge Adamas Quartett und Volker Nemmer am Klavier.

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