16. 11月 2021

19:30 Großer Saal, Musikverein

Mahler Chamber Orchestra

Leif Ove Andsnes | Wolfgang Amadeus Mozart

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Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

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Mahler Chamber Orchestra

Wir kennen die Gefühle nicht, mit denen Wolfgang Amadé Mozart die Anmerkung in sein Werkverzeichnis schrieb: „für Mad:selle Storace und mich“. Aber man glaubt zu spüren, dass der Puls ein bisschen höher schlug, als er dieses „für … und mich“ aufs Blatt warf. Die Musik, die Konzertarie „Ch’io mi scordi di te“, spricht jedenfalls ganz offen von der Liebe. Auf der Bühne durfte sie sein, und so auch bei der Akademie, mit der die Sängerin Nancy Storace Abschied von Wien nahm. Mozart selbst saß am Klavier und spielte: für sie, für sich – und wohl auch für sie beide.

Nancy Storace, eine der besten Sängerinnen ihrer Zeit, hatte als Mozarts erste Susanna 1786 Herzen bewegt und Köpfe verdreht. In London geboren, war sie über Italien nach Wien an die Hofoper gekommen. Doch bei allem Erfolg, den sie in der Kaiserstadt feiern konnte, zog es sie zurück nach England. Mozart liebäugelte damit, eine Tour mit ihr nach London zu machen. Aber die Wege trennten sich. Mozart blieb in Wien: für sein „Metier der beste ort von der Welt“. 1785/86 erlebte er hier einen Schaffensrausch, der das Phänomen Mozart aufs wundersamste zeigt. „Wie konnte das möglich sein? Was geschah da?“ Der Pianist Leif Ove Andsnes stellt sich diese Frage auch als Interpret. Mit dem Mahler Chamber Orchestra kommt er nun nach Wien, um im Musikverein den „Wiener Mozart 1785/86“ zu porträtieren. Am zweiten der drei Abende steht die besagte Arie für Mad:selle Storace auf dem Programm. Es singt Christiane Karg. Mozarts Rolle übernimmt Leif Ove Andsnes – ein Liebender am Klavier, der sich an diesem Abend auch noch in den Konzerten KV 488 und 491 hören lässt.