02. 11月 2021

20:00 Gläserner Saal / Magna Auditorium, Musikverein

Michael Köhlmeier • Hans Theessink

Der Tod

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„Der Tod“ 

Zu Allerseelen 2020 hat der Abend „Der Tod“ Corona bedingt abgesagt und auf die Saison 2021/22 verschoben werden müssen. Auch bei diesem Programm schöpft Michael Köhlmeier aus seinem unerschöpflichen historischen und mythologischen Wissen. Das Auftreten des Todes als Person hat in der Literatur eine lange Tradition, und nicht nur dort, sondern auch in der bildenden Kunst und im Film. Zahlreiche Bezeichnungen gibt es für ihn in den Sagen, wie der Sensenmann, Gevatter Tod oder Schnitter. Oft wird er als gerippehafte Gestalt (Skelett) dargestellt, die mit einer Sense die Menschen dahinmäht. Auch in anderen Kulturkreisen nimmt der Tod eine zentrale Rolle ein. In der griechisch-römischen Mythologie brachte unter den Parzen besonders Atropos (bzw. Morta), die älteste der drei Schicksalsgöttinnen, den Menschen den Tod, indem sie ihnen den Lebensfaden durchschnitt (allerdings meist mit einer Schere, nicht mit einer Sichel). Die Sichel war hingegen ein Attribut des ursprünglich agrarischen Gottes Kronos-Saturnus. Nach seiner Vermengung mit Chronos wurde er auch zum Gott der Zeit und damit der Vergänglichkeit. In der griechischen Mythologie setzt der Fährmann Charon (lateinisch Pluto) die Verstorbenen in die Unterwelt über. Bei der einzigen eindeutigen Personifizierung des Todes in der Bibel handelt es sich um den vierten Reiter der Apokalypse auf einem fahlen Pferd, hinter dem alle Bewohner der Unterwelt herziehen. Zu Allerseelen erzählt Michael Köhlmeier, musikalisch begleitet vom niederländischen Blues-Gitarristen Hans Theessink, über den „Tod“ in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen und deren spezielle Bedeutungen.