01. 12月 2020

19:30 Großer Saal, Musikverein

Jewgenij Kissin

Berg • Gershwin • Chopin

Cancelled


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Remarks

Aufgrund der Verordnung der österreichischen Bundesregierung betreffend die Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) wurde diese Veranstaltung ersatzlos abgesagt.

 

„Mein einziges Kriterium ist Liebe“

Jewgenij Kissin

Mit seinem aktuellen Soloprogramm, das er am 1. Dezember im Musikverein vorstellt, macht Jewgenij Kissin neugierig: recht Ungewohntes ist dabei, das Programmspektrum reicht von Alban Berg über Chopin bis Tichon Chrennikow und George Gershwin. Für die „Musikfreunde“ sprach Edith Jachimowicz mit dem Pianisten. 

Jewgenij Igorewitsch, das Programm Ihres Wiener Solorecitals ist recht ungewöhnlich. Wie haben Sie dieses zusammengestellt, was war die Idee dahinter? 
Ich fürchte, dass ich mich gar nicht daran erinnern kann, wie ich dieses Programm entworfen habe und was der Ausgangspunkt dabei war – wenn überhaupt einer! Ich gestalte meine Programme alle auf die gleiche Weise: Ich schaue mir Repertoire an, das ich entweder noch nie gespielt habe oder – was seltener der Fall ist – auf das ich zurückkommen möchte und bei dem ich mir überlege, welche Kombination von Stücken ein schönes Programm ergeben könnte. 

Gibt es dabei vielleicht doch irgendein Konzept, eine Linie, die Sie verfolgen? 
Nein, keinesfalls. Ich habe den Eindruck, dass manche Leute in unserer Arbeit eine Art von geheimem Subtext vermuten, der aber überhaupt nicht existiert. Mein einziges Kriterium, wie ich mein Repertoire wähle, ist Liebe! Wenn ich für ein Stück keine Liebe empfinde, kann ich es nicht gut spielen. Glücklicherweise sind meine Vorlieben sehr breit gestreut. Ich hoffe nur, lange genug zu leben, um Zeit zu haben, alles das zu spielen, was ich möchte. 

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