Cancelled

02. 4月 2020

19:30 Brahms-Saal, Musikverein

Mark Padmore • Till Fellner

Schubert • Schumann


プログラム

Franz Schubert Der Schiffer, D 536 Der Pilgrim, D 794 Der Musensohn, D 764 Im Walde, D 834 Im Frühling, D 882 Im Abendrot, D 799 Der Wanderer, D 649 Daß sie hier gewesen, D 775 Abendstern, D 806 Abendlied für die Entfernte, D 856 Lachen und Weinen, D 777 Frühlingsglaube, D 686 — 休憩 — Robert Schumann Zwölf Lieder nach Gedichten von Justinus Kerner, op. 35

サービス

プログラムの印刷

Remarks

Aufgrund der Verordnung des Magistrats der Stadt Wien betreffend die Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) wurde diese Veranstaltung ersatzlos abgesagt.

Due to the Ordinance of the Municipal Administration of Vienna regarding the measures to be taken to prevent the spread of the corona virus (SARS-CoV-2) this event had to be canceled.

 

„Weckt mich ein Engel nur“ 

Schumann und die schwäbische Mystik des Justinus Kerner 

„Weil in diesen Gedichten schon jedes Wort ein Sphärenton ist“ – darum fühlte sich Robert Schumann von der Lyrik des schwäbischen Romantikers Justinus Kerner besonders angezogen. Schumanns „Kerner-Lieder“ op. 35 stehen nun mit Mark Padmore und Till Fellner auf dem Programm. 

Schumann ist für mich der Liedkomponist. Wenn ich manchmal nahe an den Tränen bin, dann ist es bei seiner Musik ... Schubert zwar auch, aber er ist immer noch geläutert.“ Ein fast kindlich schönes Wort, gesprächsweise, aus dem Munde eines der großen Liedsänger unserer Zeit: Peter Schreier, der an Weihnachten 2019 vierundachtzigjährig starb. Gerade der Schumann’sche Kerner-Zyklus op. 35 gehörte zu seinen interpretatorischen Herzstücken; denn er bedarf jenes „Sphärentones“, von dem Schumann spricht und den Peter Schreier, im Dresdner Kreuzchor aufgewachsen, besaß – einen Ton, der das hochgradig Transzendenzfähige der Stimme auf ganz natürliche Weise entfaltet. Wie kaum ein anderer Sänger bringt uns heute der britische Tenor Mark Padmore diesen Sphärenton – nur anders: Schreiers Klang kam aus dem irdischen Leben, der Padmores kommt gleichsam aus der Höhe, und beide treffen sich im Seraphischen, jener Sphäre also, nach der sich die eigensinnige Verbindung Schumanns mit Justinus Kerners Poesie sehnt: der des Jenseitigen.  

Tränen um Schubert

Bereits 2002 befasste sich Mark Padmore in seinen vorbildlichen Aufnahmen an der Seite des Pianisten und distinguierten Schumann-Kenners Graham Johnson mit zehn Liedern aus der Feder des achtzehnjährigen Zwickauer Gymnasiasten Robert Schumann von 1828. Es war das Todesjahr Schuberts, der Ende November 1828 in Wien an den Folgen einer venerischen Erkrankung starb...

weiterlesen