Cancelled

10. 3月 2020

19:30 Großer Saal, Musikverein

Orchester Wiener Akademie

Martin Haselböck | Beethoven • Schubert


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Wiener Akademie / 3

Jeunesse Abo RE A

 

主催者

Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Jeunesse

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Remarks

Aufgrund der Verordnung des Magistrats der Stadt Wien betreffend die Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) wurde diese Veranstaltung ersatzlos abgesagt.

Due to the Ordinance of the Municipal Administration of Vienna regarding the measures to be taken to prevent the spread of the corona virus (SARS-CoV-2) this event had to be canceled.

 

Das Idol

Beethoven und sein Jahrhundert

Ein bekanntes Bild: Franz Liszt sitzt am Klavier, seine Geliebte Marie d’Agoult, aber auch musikalische Größen wie Paganini und Rossini, hören andächtig zu. Auf dem Klavier jedoch steht die überlebensgroße Büste eines bereits verstorbenen und dennoch szenebeherrschenden Komponisten: Ludwig van Beethoven. Auf ihn bezieht sich ein ganzes musikalisches Zeitalter, er ist Vorbild und Richtschnur.

Robert Schumann schreibt 1839, zwölf Jahre nach Beethovens Tod, über seinen großen Vorgänger, und es scheint, dass er hier nicht eine Einzelmeinung, sondern allgemeines Empfinden zum Ausdruck bringt: „Wenn der Deutsche von Sinfonien spricht, so spricht er von Beethoven: die beiden Namen gelten ihm für eines und unzertrennlich, sind seine Freude, sein Stolz. Wie Italien sein Neapel hat, Frankreich seine Revolution, England seine Schiffahrt usw., so der Deutsche seine Beethovenschen Sinfonien; über Beethoven vergißt er, daß er keine große Malerschule aufzuweisen, mit ihm hat er im Geiste die Schlachten gewonnen, die ihm Napoleon abgenommen; ihn wagt er selbst Shakespeare gleichzustellen.“ Dieser Hymnus legt den Schluss nahe: Die Entwicklung der Symphonie ist abgeschlossen, Beethoven hat Maßstäbe gesetzt, denen kein Nachfolger gerecht werden kann. Und tatsächlich will es kaum gelingen, auf symphonischem Gebiet Werke zu schaffen, die dem übermächtigen Vorbild entgegenzustellen sind. Schumann selbst versucht sich auch nicht in der direkten Beethoven-Nachfolge, sondern schaltet eine Zwischenstufe ein, die seinem lyrischen Naturell entspricht: Begeistert von Schuberts großer C-Dur-Symphonie und deren „himmlischer Länge“, knüpft er an Schubert und dessen sanfte, romantische Variante des symphonischen Wegs an. Aber selbstverständlich bezieht sich auch Schubert, bei aller Eigenständigkeit, auf das Vorbild seines großen Wiener Kollegen, dem er sich aus Verehrung kaum zu nähern wagt.

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