Cancelled

06. 6月 2020

15:30 Großer Saal, Musikverein

Wiener Philharmoniker

Andris Nelsons | Ludwig van Beethoven


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Remarks

Aufgrund der Verordnung des Magistrats der Stadt Wien betreffend die Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) wurde diese Veranstaltung ersatzlos abgesagt.

Due to the Ordinance of the Municipal Administration of Vienna regarding the measures to be taken to prevent the spread of the corona virus (SARS-CoV-2) this event had to be canceled.

 

Außer Rand und Band! 

Schiller, Beethoven und die „Neunte“ 

„An die Freude“ oder: Brüder – überm Sternenzelt muss ein guter Schlager wohnen. Wie der schwäbische rhythmische Musiker Schiller dem rheinischen symphonischen Dichter Beethoven einen Wiener Welthit bescherte. Ein Essay von Gerhard Stadelmaier. 

Frau Schiller war sehr angetan. Mit Datum vom 26. Januar 1793 hatte sie einen Brief des aus Bonn stammenden Prof. Dr. Bartholomäus Fischenich erhalten, der in Jena, ordentlich bestallt und bezahlt, mit gerade einmal dreiundzwanzig Jahren 1791 den Lehrstuhl für Naturrecht inne hatte. Während Charlottes Mann Friedrich Schiller, Anfang dreißig, dort als Fischenichs Kollege ohne Honorar und nur für die Ehre und den Hunger eine außerordentliche Professur für Geschichte „am Ranzen“ hatte (wie man das in Schillers schwäbischer Heimat bis heute zu nennen pflegt). Fischenich, soeben nach Bonn zurückgekehrt, avisiert der Kollegen-Gattin „einen hiesigen jungen Mann, dessen musikalische Talente allgemein gerühmt werden, und den der Churfürst nach Wien zu Haydn geschickt hat. Er wird auch Schillers Freude und zwar jede Strophe bearbeiten. Ich erwarte etwas vollkommenes, denn soviel ich ihn kenne, ist er ganz für das Große und Erhabene. Haydn hat hierher berichtet, er würde ihm große Opern aufgeben.“ Und des Dichters Eheweib antwortet schon am 11. Februar dem Professor, „ich verspreche mir viel von dem Künstler, und freue mich, daß er die Freude komponiert.“ Doch daraus wurde nichts beziehungsweise etwas ganz anderes. 

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