10. 4月 2019

20:00 Gläserner Saal / Magna Auditorium, Musikverein

Jörg Schneider • Julia Stemberger

Kristin Okerlund | Die schöne Magelone

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Keine Pause.

 

Die schöne Magelone

Johannes Brahms tauchte tief ein ins Romantische, als er in den 1860er Jahren „Die schöne Magelone“ nach Ludwig Tieck vertonte. Um die Stimmungslage der 15 Romanzen einzufangen, fügte er seinem Liederzyklus später Ausschnitte aus dem Tiek'schen Text bei. Schauspielerin Julia Stemberger und Tenor Jörg Schneider erwecken gemeinsam mit der Pianistin Kristin Okerlund diese poetischen Bilder zum Leben.

Ludwig Tieck, der zu seinen Lebzeiten zu den bekanntesten Dichtern im deutschsprachigen Raum zählte, verfasste im Jahr 1797 die auf einer alten Erzählung aus dem 15. Jahrhundert basierende „Liebesgeschichte der schönen Magelone und des Grafen Peter von der Provence”. Als Johannes Brahms Tiecks Erzählung im Hause Schumann in Düsseldorf entdeckte, war er sofort begeistert davon und begann Anfang der 1860 Jahre 15 Gedichte daraus zu vertonen. Es ist Brahms‘ einziger Liederzyklus, der 1869 in seiner endgültigen Form erschien, bestehend aus 15 Romanzen, die der Komponist jedoch nicht als festgefügte und zusammenhängende Liedfolge verstanden wissen wollte, sondern als musikalische Stimmungsbilder voll poetischer Kraft. Bereits Julius Stockhausen, Widmungsträger und Sänger der Uraufführung, meinte, wie er in einem Brief an Brahms schrieb, dass diese „großartigen Lieder“ „einleitende Worte“ bräuchten. Am besten wohl sie stammen von Tieck selbst, der Brahms so stark inspirierte. Und besonders schön, wenn sie von einer Schauspielerin wie Julia Stemberger gelesen werden. Mit ihr gemeinsam bringen Jörg Schneider und Kristin Okerlund im Rahmen des Kooperationskonzerts mit der Wiener Staatsoper die „Schöne Magelone“ auf die Liedbühne im Gläsernen Saal