12. 12月 2017

19:30 Großer Saal, Musikverein

Cecilia & Sol

Dolce Duello | Arie barocche per voce e violoncello

この催し物は既に開催されました。


プログラム

Dolce Duello - Arie barocche per voce e violoncello Johann Adolf Hasse Ouvertüre zu „Il Ciro riconosciuto“ Antonio Caldara Fortuna e speranza. Arie der Emirena aus „Nitocri“ Tomaso Albinoni Aure andate e baciate. Arie des Zefiro aus „Il nascimento dell’Aurora“ Domenico Gabrielli Aure voi de’ miei sospiri. Arie der Inomenia aus „San Sigismondo, re di Borgogna“ Carlo Francesco Pollarolo Ouvertüre zu „Ariodante“ Georg Friedrich Händel Lascia la spina. Arie des Piacere aus „Il Trionfo del Tempo e del Disinganno”, HWV 46 Hermann Raupach O placido il mare. Arie der Laodice aus „Siroe, re di Persia“ Georg Friedrich Händel What passion cannot Music raise and quell! Arie aus „Ode for St. Cecilia’s Day“ — 休憩 — Luigi Boccherini Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 10 D-Dur, G 483 Christoph Willibald Gluck „Tanz der Furien” aus der Oper „Orfeo ed Euridice” Luigi Boccherini Se d’un amor tiranno. Arie für Sopran, Violoncello und Orchester, G 557

アンコール

José de Nebra Seguedillas y Fandango Antonio Vivaldi Sovente il Sole Gioachino Rossini Tarantella La danza Furno de Curtis Non ti scordar di me

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コンサート評

2017年12月13日 | Die Presse / Selzer, Theresa

Glück, Hoffnung und eine Ode an die heilige Cäcilia

Barockmusik mit Cecilia Bartoli und Sol Gabetta im Musikverein.

Viel beschäftigt und erfolgreich sind sie beide: die argentinische Cellistin Sol Gabetta und Cecilia Bartoli, Intendantin der Salzburger Pfingstfestspiele und gefragte Mezzosopranistin in allen großen Opernhäusern. Gemeinsam wagten sie sich an ein Duell, aus dem beide als Siegerinnen hervorgehen: „Dolce Duello“ heißt ihr aktuelles Album mit Barockmusik von Gabrielli bis Boccherini. Auszüge daraus, dazu weitere Arien und Ouvertüren, präsentierten sie im Musikverein.

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Konkurrenz belebt die Musik

Von Duetten und Duellen

Nur eine bisschen muss man an den Buchstaben drehen – und schon wird aus dem „Duett“ das „Duell“. Die Varianten der Zweisamkeit liegen auch sonst nicht so weit voneinander entfernt, wie jetzt Cecilia Bartoli und Sol Gabetta zeigen. In ihrem Programm „Dolce Duello“ fliegen die Fetzen auf süßeste Weise. 

Die Einigkeit ist auch da, die Harmonia, die Harmoniaaaa …“ Ja, sie wird oft bemüht und gern besungen: die Harmonie, die sich nirgends so hold aufs Menschenherz legt wie in der Musik. Chorsänger haben’s in der Kehle, die Musikliebenden in der Seele: Frau Musica, so heißt es, verscheucht den Zwist und stellt die Eintracht her. Es stimmt. Und stimmt auch nicht. Mehr als 120.000 Klicks fand jüngst ein Youtube-Clip aus der Wiener Staatsoper. Ein sehr berühmter Tenor ist hier zu sehen, der soeben eine sehr berühmte Arie vor einem sehr begeisterten Publikum wiederholt hat und nun auf seine irgendwie auch sehr berühmte Kollegin wartet, um wieder partiturgemäß in den Zwiegesang einzustimmen. Allein, er bleibt allein – die Dame erscheint nicht, und unter dem launigen Satz des Tenors „Non abbiamo soprano“ muss erst einmal abgebrochen werden. Was war da los? Ein Missgeschick des Inspizienten? Oder eine Missfallenskundgebung der Sopranistin – eine Art Kriegserklärung an den tenoralen Helden, der sich den Beifall gleich doppelt abgeholt hat? Wiens Publikum neigte zur zweiten Lesart. Gut verständlich: Denn ist nicht dies erst die Würze der Wonne? Dass unterm Wohlklang der Zwist sich rührt – und in der himmlischen Lust der menschlich.

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