13. 12月 2017

19:30 Großer Saal, Musikverein

Wiener Symphoniker

Philippe Jordan | Kurtág • Bruckner

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Der kühne Bruckner

Was war das für ein Sonderling, der sich hier als Symphoniekomponist gebärdete? Ein Anarchist im Bauernhabit? Ein Revolutionär mit frömmelnder Attitüde? Ein Verrückter gar? Das Gros des Publikums neigte zu der Ansicht, als der Neutöner Anton Bruckner für Irritationen sorgte. Heute, so scheint es, ist er längst reibungslos in den klassischen Kanon eingefügt. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen. Bruckners Symphonien sind – so sagt es Philippe Jordan – „ein unglaublich radikales Werk“.
Die Sinne dafür schärft nun ein Projekt, das Jordan mit den Wiener Symphonikern realisiert: Bruckners drei letzte Symphonien, jeweils kombiniert mit einem maßstabsetzenden zeitgenössischen Stück. Den Beginn macht Bruckner Siebte mit Kurtágs „Stele“, das der ungarische Komponist 1993/94 für Claudio Abbado und die Berliner Philharmoniker schrieb. In ihm wird Bruckners 7. Symphonie direkt zitiert: eine Hommage à Bruckner und eine Reverenz vor Bruckners atemberaubender Kühnheit. 

Lesen Sie auch den Artikel "Bruckner und die Moderne" aus unserem Musikfreunde Magazin Jänner 2018.