Mon 15. May 2017

19:30 Großer Saal, Musikverein

Münchner Philharmoniker

Valery Gergiev | Debussy • Schubert • Berlioz

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Programme

Claude Debussy "Prélude à l´après-midi d´un faune" . Eglogue pour Orchestre d`après Mallarmé ("Der Nachmittag eines Fauns") Franz Schubert Symphonie Nr. 4 c - Moll, D 417 ("Tragische") — Pause — Hector Berlioz Symphonische Ausschnitte aus „Romeo und Julia“ Introduction Roméo seul: Tristesse-Bruit Iointain de bal et de concert-Grande fête chez Capulet Scène d’amour Scherzo: La Reine Mab ou la Fée des songes Roméo au tombeau des Capulets Maurice Ravel Boléro

Service

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Matador des Heute

Valery Gergiev

Womöglich muss man sich an die Sphäre des Valery Gergiev erst gewöhnen wie an ein fremdes Licht. Dann aber brechen Momente auf, die geradezu schockartig packen.

Valery Gergiev: Er ist der Dirigent, der wie kein anderer gewissermaßen seine Zeit repräsentiert; denn seine Persönlichkeit und Kunst haben abgeschlossen mit der Vergangenheit in Gestalt des Mythos „Dirigent“.
Die Aura gewisser Kühle wohnt schon im Dirigierstil, der kaum darauf aus ist, das Dirigieren zu zeigen, sondern mit knappest möglichem Zeichensystem ohne eigenes Ornament das Entscheidende abzurufen. Immer geht Spannung von ihm aus, Hochspannung. Und er zielt auf Klarheit. Er kann viel mit Händen, ja vor allem mit Fingern zeigen; einen unerbittlichen Rhythmus überspringen lassen, ohne den Körper über Gebühr einzusetzen, vor allem bei Verzicht auf den Taktstock; auch das aber nicht immer, vielmehr wohl je nach Werk. Während einer Periode verkürzte er den Taktstock auf Zahnstochergröße – das sah aus wie eine Marotte, war aber wohl ein radikales Symbol: nämlich direkter zu sein, funktionaler und „näher dran“. Ein ganzer Schostakowitsch-Zyklus ließ sich auf dem Bildschirm aus Paris dergestalt verfolgen. 

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