Thu 12. January 2023

19:30 Großer Saal, Musikverein

Renée Fleming • Jewgenij Kissin

Schubert • Liszt • Rachmaninow

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Ein Dinner mit zwei Gastgebern

Renée Fleming im Recital mit Jewgenij Kissin

Sie besitzt eine der wertvollsten, betörendsten Sopranstimmen der Gegenwart. Mehr als fünfzig Opernrollen hat Renée Fleming bisher in ihrer Karriere interpretiert, aber auch als Liedsängerin hat sie Maßstäbe gesetzt. Erstmals arbeitet sie jetzt mit Jewgenij Kissin zusammen – die Weltpremiere findet im Jänner 2023 im Musikverein statt. Davor gab Renée Fleming Auskunft über die Partnerschaft mit Kissin, das Programm und ihre Affinität zu Literatur und Lyrik.

Sie haben immer wieder mit Konzertpianisten und Dirigenten statt klassischen „Liedbegleitern“ gesungen. Etwa mit Jean-Yves Thibaudet, Christoph Eschenbach und mit Philippe Jordan, 2016 im Musikverein. Wie beeinflusst das einen Liederabend?
Es ist sicherlich aufregend, mit Pianisten aufzutreten, die sich als Solisten einen Namen gemacht haben und ihre virtuosen Fähigkeiten in ein Konzert einbringen können. Die Terminkalender großer Pianisten sind oft voll mit Solo- und Orchesterauftritten, doch ich stelle fest, dass sie die Abwechslung, mit einem Sänger zusammenzuarbeiten, zu schätzen wissen. Es verlangt andere Fähigkeiten, aber erfolgreiche Musiker verstehen den Stil und passen sich an verschiedene Arten von Aufführungen an.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Jewgenij Kissin?
Wir wollten das schon seit Jahren machen. Wir haben 2016 angefangen, ernsthaft darüber zu sprechen. Doch klassische Musik wird so lange im Voraus gebucht, dass es bis zum Frühjahr 2020 dauerte, bis wir es verwirklichen konnten. Leider hatte die Pandemie andere Pläne. Als gemeinsame Aufführungen nicht mehr möglich waren, wollten wir trotzdem etwas anbieten und fanden einen Weg, Schuberts „Ave Maria“ aufzunehmen – Jewgenij in Prag und ich in Virginia –, um es online zu teilen.

Wie wurde das Programm für Wien zusammengestellt? Wie sehr war Jewgenij Kissin dabei involviert?
Wir haben das Programm in sehr enger Zusammenarbeit entwickelt. Liederabende zu programmieren ist eines der schwierigsten Dinge. Es ist wie die Planung eines Dinners – mit zwei Gastgebern. Wir haben sehr darauf geachtet, ein Programm zusammenzustellen, das auf natürliche Weise von einem Stück zum nächsten übergeht und Stimmungen und Tempi variiert, um das Publikum zu fesseln. Ich versuche immer, ein breites Spektrum an Repertoire zu singen, sodass jeder zumindest ein oder zwei Stücke hört, die ihm besonders gut gefallen. Wir wollten Jewgenij Momente geben, in denen er glänzen kann, also habe ich nach besonders virtuosem Repertoire gesucht, und er hat Solostücke in das Programm aufgenommen. Und als wir feststellten, dass sich unsere Termine auf 2023 verschoben hatten, wollten wir auch den 150. Geburtstag von Rachmaninow mit einigen seiner Werke feiern.

Sie haben gerade die Rolle der Clarissa Vaughan für die Uraufführung von Kevin Putts „The Hours“ in New York einstudiert, eine Oper mit starkem Literaturbezug. Wie groß ist Ihre Affinität zu Poesie und Literatur?
Ich lese ständig, vor allem Gedichte. Das ist ein Grund, warum ich Kunstlieder so sehr liebe. Es gibt einige große Opern, die auf Romanen basieren und sehr populär waren – „Manon“, „La Bohème“, „Thaïs“. Aber das sind keine Bücher, die heute viele Leute lesen. Deshalb ist es aufregend, eine Rolle in der Uraufführung eines Werks wie „The Hours“ zu kreieren, das nicht nur mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde, sondern auch ein bekannter Film ist. Das Gleiche gilt für die Oper „Bel Canto“, die auf dem Roman meiner Freundin Ann Patchett basiert. Ich habe an der Entstehung dieser Oper an der Lyric Opera of Chicago mitgeholfen, und es war unglaublich erfüllend zu sehen, wie der Roman als Oper zum Leben erweckt wurde.

Sie beginnen Ihren Liederabend mit Schubert und lassen Liszt folgen. Was hat Liszt mehr interessiert: das Klavier oder die Singstimme?
Wie unterschiedlich ist das Verhältnis im Vergleich zu Schubert?  Ich würde sagen, dass Liszt weder die Stimme noch das Klavier bevorzugt hat – es sind musikalisch integrale Kunstwerke. Man darf auch die Bedeutung der Poesie für Liszt nicht übersehen. Er zählte Heinrich Heine und vor allem Victor Hugo zu seinen Freunden. Aber Liszt war bekannt für sein virtuoses Spiel, und das hört man auch in seinen Liedern. Er war enttäuscht, dass sie nicht bekannter waren und dass das Publikum ihn vor allem als Konzertinterpreten feierte. Schubert hat in seinem sehr kurzen Leben, er wurde 31, mehr als sechshundert Lieder geschrieben. Liszt schrieb rund achtzig Lieder, wurde aber über siebzig. Schubert hat die Möglichkeiten des Liedes wirklich erweitert, die Epochen von der Klassik zur Romantik überbrückt. Liszt bewunderte Schubert sehr. Liszt hat Dutzende von Schubert-Liedern transkribiert. Ich würde den einen nicht über den anderen stellen. Ich habe sicherlich mehr Schubert gesungen, aber er hat ja auch viel mehr Lieder geschrieben.

Mit Liszt und Rachmaninow stehen zwei Klaviervirtuosen auf dem Programm – das passt perfekt zu Jewgenij Kissin. Was zeichnet die beiden als Liedkomponisten aus?
Sie zeigen die Bandbreite der romantischen Epoche, Liszt ganz am Anfang und Rachmaninow am Übergang zur Moderne. Beide lohnen sich, weil sie emotional ausdrucksstark, leidenschaftlich und reich an Melodien sind. Liszt hat sich im Laufe seines Lebens als Komponist stark weiterentwickelt und überarbeitete eine Reihe seiner frühen Lieder, aber die Melodien blieben immer wunderschön. Auch Rachmaninow war ein unglaublich begabter Melodiker. Tatsächlich gibt es Pop-Hits, die auf Melodien seiner Symphonien basieren. Ich finde es interessant, dass er Zeit seines Lebens an Depressionen litt. In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend für die Erforschung der Kraft der Musik zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden eingesetzt. Es ist erstaunlich, wie viele Komponisten mit körperlichen oder psychischen Krankheiten zu kämpfen hatten.

Am Ende gibt es drei Lieder von Henri Duparc, von dem ganz wenige Lieder überliefert sind. Was fasziniert Sie an diesen Liedern?
Allein die Tatsache, dass Duparc mit nur siebzehn Liedern einen festen Platz in der Geschichte des französischen Kunstlieds einnimmt, ist ein Beweis dafür, wie unverwechselbar sie sind. Ich finde es faszinierend und tragisch, dass er einen Großteil seiner eigenen Werke zerstört hat. Er litt auch an einer Geisteskrankheit, die damals als Neurasthenie diagnostiziert wurde. Seine Lieder reichen von Trägheit und Introspektion bis hin zu enormer dramatischer Kraft. „Le Manoir de Rosemonde“ ist in seiner Intensität geradezu opernhaft.

Heute muss alles groß sein, Starglanz und Strahlkraft haben. Wie sehr bleiben da Formate wie ein Liederabend auf der Strecke?
Liederabende können magische Erlebnisse sein, und alles, was man dazu braucht, sind ein Pianist, ein Sänger und ein paar Zuhörer. Vergessen Sie nicht, dass diese Kunstform in der Intimität von Salons entstanden ist. Auch wenn Liederabende nicht immer im Rampenlicht stehen, wird es immer ein Publikum geben, das diese Kombination aus Poesie und Musik liebt. Doch trotz meiner Zuversicht bin ich mir der Herausforderung bewusst, ein neues Publikum zu erreichen, das sich für Liederabende begeistern kann. In der heutigen Medien- und Unterhaltungslandschaft gibt es einfach zu viel Konkurrenz für die Augen und Ohren des Publikums. Deshalb finde ich es großartig, wenn Künstler kreative Ansätze haben, die Video, Bewegung und dramatische Erzählungen in innovative Präsentationen von Liedern einbeziehen. Die Kunst entwickelt sich weiter und passt sich an, das ist eine gute Sache.

Das Gespräch führte Stefan Musil.
Stefan Musil ist freier Kulturjournalist in Wien.

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