Mon 02. November 2020

19:30 Großer Saal, Musikverein

Wiener Symphoniker

Andrés Orozco-Estrada | Franz Schubert

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Remarks

Aufgrund der Beschlüsse der deutschen Bundesregierung und der Bundesländerzur Corona-Pandemie musste der Hessische Rundfunk alle Konzerte des hr-Sinfonieorchesters im Monat November absagen.
Dankenswerterweise erklärten sich die Wiener Symponiker bereit, das Konzert zu übernehmen.
Die ursprünglich geplanten Werke von Schmidt („Das Buch mit sieben Siegeln“) und Mendelssohn (Ouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt“) mussten entfallen. Anstelle von Maximilian Schmitt übernahm Steve Davislim die Tenorpartie
Keine Pause.

 

Liebesbekenntnisse

Wenn im traditionellen Allerheiligenkonzert des Musikvereins Schuberts As-Dur-Messe erklingt, dann schwingt dabei auch eine musikalische Herzensgeschichte mit. Johannes Brahms leitete 1874 im Musikverein die erste Konzertaufführung von Teilen dieser Messe. Es war ein Bekenntnis seiner „Schubertliebe“, für die es auch sonst viele Zeugnisse gibt. Die meisten davon bewahrt das Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. 

Dass er nun sein Bier dort trinke, wo es Beethoven getrunken habe, konnte Johannes Brahms von seinem ersten Besuch in Wien als ganz wichtiges Erlebnis nach Hamburg berichten. Aber noch tiefer waren seine Schubert-Eindrücke. Ja, er hatte natürlich Werke Franz Schuberts schon in Hamburg kennengelernt. „Es hat mich noch Weniges so entzückt“, befand er dort schon als Zwanzigjähriger über Schuberts Große C-Dur-Symphonie. Aber in Wien waren es nicht Einzeleindrücke, sondern jetzt ging es für ihn um den ganzen Schubert, von dem damals viele Werke noch nicht veröffentlicht waren.

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