Thu 26. September 2019

19:30 Großer Saal, Musikverein

Wiener Symphoniker

Philippe Jordan | Johannes Brahms

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Reviews

Thursday, September 26, 2019 | Wiener Zeitung / Hirschmann, Katharina

Wiener Symphoniker: En garde!

Saison-Start für das Orchester im Musikverein.

Wenn Philippe Jordan die neue Saison mit den Wiener Symphonikern eröffnet, heißt es: En garde! Die Musiker stehen Hab-Acht, das Publikum findet sich in freudiger Erwartung des Jordanschen Entertainments und bekommt in Brahms’ Erster Symphonie auch einiges davon geboten.

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Friday, September 27, 2019 | Der Standard / Ender, Stefan

Jordan und die Wiener Symphoniker: Schwere Stiefel am Schicksalspfad

Jubel im Musikverein für Brahms' Symphonien

Der Beethoven ist bereits eingetütet und seit kurzem käuflich zu erwerben, jetzt ist Brahms an der Reihe. Und zwar auch ordentlich der Reihe nach: Dessen Symphonien Nr. 1 bis 4 spielen die Wiener Symphoniker in zwei Doppelkonzerten im Musikverein.

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Vom Anfangen und Aufhören

Die Brahms-Symphonien, dirigiert von Philippe Jordan  

Ihre letzte gemeinsame Saison beginnen Philippe Jordan und die Wiener Symphoniker im Musikverein mit einer zyklischen Aufführung der Symphonien von Johannes Brahms: Schlaglichter auf vier einzigartige Werke, deren Modernität sich aus der Vergangenheit entwickelt und die Zeiten überdauert. 

Das Anfangen war schwer für den Symphoniker Johannes Brahms. Aber schon dem jungen Komponisten war plötzlich alles schwer geworden. Das enthusiastische Lob Robert Schumanns, geäußert 1853 in dessen letztem Aufsatz für die „Neue Zeitschrift für Musik“ und bis heute unablässig und oft ohne Nachdenken zitiert, verwandelte sich für den zwanzigjährigen Hamburger Jüngling in eine künstlerische Hypothek. Erschien er dem wenige Monate später in die psychische Krise stürzenden Schumann als fertiges Originalgenie, also jemand „wie Minerva, gleich vollkommen gepanzert aus dem Haupte des Kronion“ entsprungen, der „aus dem Clavier ein Orchester von wehklagenden und lautjubelnden Stimmen machte“ und Sonaten spielte, die „mehr verschleierte Symphonien“ zu sein schienen, war dem bedauernswerten Brahms in Wirklichkeit quälend lange Zeit schleierhaft, wie denn eine gültige Symphonie auszusehen und zu klingen habe. Gleichsam über Nacht stand er im Rampenlicht, fühlte enormen Druck auf sich lasten und wurde von Versagensängsten geplagt.

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