Cancelled

Tue 28. April 2020

19:30 Großer Saal, Musikverein

Maxim Vengerov • Polina Osetinskaja

Mozart • Strauss • Enescu


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Remarks

Aufgrund der Verordnung des Magistrats der Stadt Wien betreffend die Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) wurde diese Veranstaltung ersatzlos abgesagt.

Due to the Ordinance of the Municipal Administration of Vienna regarding the measures to be taken to prevent the spread of the corona virus (SARS-CoV-2) this event had to be canceled.

 

Romantischer Virtuose 

Maxim Vengerov

Liebenswürdig und charmant beim Interview, wild und leidenschaftlich auf der Bühne: Maxim Vengerov, russischer Weltstar, kosmopolitischer Geiger und stolzer Familienvater ist mit Mozart, Strauss und Enescu wieder einmal im Musikverein zu Gast. 

Der Mann mit den starken Händen und den großen dunklen Augen ist der Verführer unter den Geigern, der wildromantische Virtuose. Nicht ohne Grund ist Maurice Ravels exaltierte „Tzigane“ mit all ihren Flageolett-Tönen, Doppelgriffen und Pizzicati eines seiner Lieblingsstücke. „Und selbstverständlich spiele ich das auch in Wien!“, lacht er, als wir uns in München zum Gespräch treffen. Am Abend wird er hier ein Konzert geben, bevor es dann auf eine kleine Tournee quer durch Europa geht. Acht Auftritte in 13 Tagen, zwischen London und Moskau, stehen dem 45-Jährigen bevor, in den berühmtesten Sälen und Häusern der Alten Welt. Eingeflogen ist er erst vor wenigen Stunden aus Nizza – er lebt seit 23 Jahren in Monte Carlo. „Genauer gesagt: Meine Familie und ich leben dort“, präzisiert er. Seine Frau Olga und seine beiden kleinen Mädchen. Es gibt schlimmere Orte als den sonnenverwöhnten Kleinstaat am Mittelmeer. Er lacht schon wieder. „In der Tat. Außerdem haben wir mit Frankreich und Italien zwei wunderbare Nachbarländer direkt vor der Tür.“ 

Wie eine menschliche Stimme

Was an diesem winterlich-kalten Nachmittag in einem feinen Bogenhauser Restaurant schnell klar wird: Maxim Vengerov ist ein herzlicher Gesprächspartner, der Smalltalk mit ihm ein großes Vergnügen. Deutlich anzumerken sind ihm die Freude und Liebe, wenn er von seinem Leben – und seinen Cello und Klavier spielenden Töchtern – erzählt („vielleicht werden wir ja mal ein Trio“). Doch als wir einen kleinen Schwenk in seine eigene Kindheit machen – geboren ist er in Nowosibirsk –, wird sein Ton ernster. Er gilt als typisches Sowjet-Wunderkind, hat 1979, im Alter von vier Jahren und acht Monaten mit dem Geigenspiel begonnen...

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