Sat 18. May 2019

20:00 Gläserner Saal / Magna Auditorium, Musikverein

Tjeknavorian • Wagner • Kromer

Schubert • Rachmaninow • Schostakowitsch

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Remarks

An Stelle der ursprünglich geplanten beiden Werke von Bottesini wurde das Klaviertrio Nr. 1 von Schostakowitsch aufgeführt.

 

Jeder Ton erzählt eine eigne Geschichte

Drei herausragende Musiker der jungen Generation – Violinist Emmanuel Tjeknavorian, Kontrabassist Dominik Wagner und Pianist Maximilian Kromer – finden sich am 18. Mai zu einem besonderen Kammermusikkonzert im Gläsernen Saal zusammen, in dessen Mittelpunkt der Kontrabass steht. Das spannende wie vielfältige Programm reicht von Franz Schubert bis zu dem zeitgenössischen ungarischen Komponisten Vilmos Montág.

Den Kontrabass kennt man vor allem von den hintersten Orchesterreihen. Dass dieses behäbig wirkende Instrument wendiger ist als man vielleicht vermuten würde, beweist Dominik Wagner mit virtuosem Fingerspitzengefühl. Im Alter von 10 Jahren wechselte er vom Cello zum Kontrabass, weil er das Instrument „einfach cool“ fand. Heute zählt er zu den großen Nachwuchshoffnungen, wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet und ist Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung sowie Mitglied bei Mutter’s Virtuosi. 

Für Dominik Wagner bietet der Kontrabass unglaubliche spieltechnische Möglichkeiten. Was den jungen Wiener Musiker aber vor allem fasziniert, ist die große Tonfülle des Instruments. „Jeder Ton“, wie er es einmal in einem Interview formulierte, „erzählt eine eigene Geschichte“. Diese „Geschichten“ bringt er mit seinen kongenialen Musikerfreunden Emmanuel Tjeknavorian und Maximilian Kromer am 18. Mai im Gläsernen Saal zum Klingen. Auf dem Programm steht unter anderem die Sonate für Kontrabass und Klavier von Vilmos Montág. Der 1908 in Budapest geborene Geiger, Dirigent und Komponist widmete dieses Werk seinem Bruder und Kontrabassisten Lajos Montág, der sich, wie wohl keine andere Person, für die Entwicklung des solistischen Kontrabasses im 20. Jahrhundert eingesetzt hat. Dominik Wagner wird im Konzert selbst einige Worte zur Sonate von Vilmos Montág sagen.

2015 zog Emmanuel Tjeknavorian beim Internationalen Jean-Sibelius-Violinwettbewerb mit der besten Interpretation des Violinkonzerts von Jean Sibelius sowie als Gewinner des zweiten Preises nachhaltig internationale Aufmerksamkeit auf sich, und binnen kürzester Zeit ist er vom Geheimtipp zum gefragten Solisten aufgestiegen. In der Saison 2018/19 wurde der Wiener Geiger von ECHO (European Chamber Hall Organisation) zum „Rising Star“ ernannt, was ihm Auftritte in den führenden Konzertsälen Europas ermöglichte. Daneben absolvierte er Debüts bei den weltweit führenden Orchestern, wie dem Gewandhausorchester, den Sankt Petersburger Philharmonikern, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Orchestra Filarmonica della Scala und dem London Symphony Orchestra. In der kommenden Saison widmet ihm die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien einen eigenen Zyklus.

Der Pianist Maximilan Kromer ist Freund und bevorzugter Partner am Klavier von Emmanuel Tjeknavorian und Dominik Wagner. 2018 gewann er den Casinos Austria Rising Star Award und gemeinsam mit Emmanuel Tjeknavorian den NORDMETALL-Ensemblepreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.