Thu 21. March 2019

20:00 Gläserner Saal / Magna Auditorium, Musikverein

Thomas-Michael Auner • Maximilian Flieder

Beethoven • Cerha • Brahms

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Programme

Ludwig van Beethoven Sonate für Klavier und Violoncello g-Moll, op. 5/2 Felix Mendelssohn Bartholdy Lieder ohne Worte G-Dur, op. 62/1 Lieder ohne Worte a-Moll, op. 62/5 Bearbeitung von Friedrich Grützmacher Felix Mendelssohn Bartholdy Assai tranquillo Clara Schumann Drei Romanzen, op. 22 Bearbeitung von Thomas-Michael Auner — Pause — Friedrich Cerha Fünf Sätze für Violoncello und Klavier Johannes Brahms Sonate für Klavier und Violine Nr. 1 G-Dur, op. 78; bearbeitet für Violoncello und Klavier und nach D-Dur transportiert von Paul Klengel

Encore

Felix Mendelssohn Bartholdy Frühlingslied, op. 62/6; bearbeitet für Violoncello und Klavier von Eduard Steuermann

Service

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Von und für Clara

2019 feiert die Musikwelt den 200. Geburtstag einer der bedeutendsten Musikerinnen ihrer Zeit: Clara Schumann - Wunderkind, gefeierte Konzertpianistin und Komponistin. Thomas-Michael Auner und Maximilian Flieder würdigen diese einzigartige Persönlichkeit mit einem behutsam zusammengestellten Programm, in dessen Zentrum Clara Schumanns „Drei Romanzen" stehen wie auch Werke, die eng mit ihrem Leben verknüpft sind.

Der Cellist Thomas-Michael Auner und Pianist Maximilian Flieder stammen beide aus einer Musikerfamilie und sind Preisträger zahlreicher Wettbewerbe. Neben ihren solistischen Auftritten – Thomas-Michael Auner ist zudem seit 2018 im Orchester der Wiener Staatsoper und als Substitut bei den Wiener Philharmonikern beschäftigt – nimmt die Kammermusik einen besonderen Stellenwert ein. Bereits 2017 traten sie als Duo im Gläsernen Saal des Musikvereins auf. Am 21. März sind sie erneut bei uns zu Gast und präsentieren ein um Clara Schumann kreisendes Programm, das bis zu Friedrich Cerha reicht. 
Im Zentrum des Programms stehen Clara Schumanns „Drei Romanzen" op. 22, im Original für Violine und Klavier, zu hören in einer Fassung für Violoncello. Sie sind ihr letztes herausgegebenes Werk, das sie dem berühmten Geiger Joseph Joachim widmete und mit diesem auf mehreren Konzertreisen spielte. Dazu gesellen sich für Violoncello und Klavier adaptierte Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms, zwei der Familie Schumann nahestehenden Komponisten. 
Zum einen kommen Auszüge aus den „Liedern ohne Worte" op. 62 zur Aufführung, die Felix Mendelssohn Bartholdy Clara Schumann widmete. Zum anderen Brahms‘ Sonate für Klavier und Violine Nr. 1, deren Verbindung zu Clara Schumann einen traurigen Anlass hat. Als Brahms die Nachricht vom Tod ihres Sohnes Felix, der übrigens sein Patenkind gewesen ist, erhielt, schickte er einen Brief mit dem Anfang des 2. Satzes aus der Sonate an Clara. Sie schrieb ihm später in einem Brief über die Sonate: 
„Nach dem ersten feinen reizenden Satz und dem zweiten kannst Du Dir die Wonne vorstellen, als ich im dritten meine so schwärmerisch geliebte Melodie mit der reizenden Achtel-Bewegung wiederfand! Ich sage meine, weil ich nicht glaube, daß ein Mensch diese Melodie so wonnig und wehmutsvoll empfindet wie ich.“ (Clara Schumann: Brief an Brahms vom 10. Juli 1879)

Lesen Sie auch den Artikel "Starke Größe" aus unserem Musikfreunde Magazin.