Sat 23. February 2019

19:30 Großer Saal, Musikverein

Daniil Trifonov

Beethoven • Schumann • Prokofjew

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Programme

Ludwig van Beethoven Andante favori F-Dur, WoO 57 Sonate für Klavier Es-Dur, op. 31/3 Robert Schumann Bunte Blätter, op. 99 Presto passionato, op. 22 (ursprüngliches Finale der Sonate g-Moll, op. 22) — Pause — Sergej Prokofjew Sonate für Klavier Nr. 8 B-Dur, op. 84

Encores

Sergej Prokofjew Sarcasms, op. 17 - Nr. 2 und 3 Frédéric Chopin Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll, op. 65 - 3. Satz; bearbeitet von Alfred Cortot

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Reviews

Monday, February 25, 2019 | Der Standard / Tošić, Ljubiša

Daniil Trifonovs zarte Wildheit im Musikverein

Der russische Pianist begeistert mit impusiver Klavierkunst

Sieht man dem jungen Mann aus Nischni Nowgorod (Jahrgang 1991) zu, erweckt Daniil Trifonov den Eindruck eines Entrückten. Die Noten scheinen von ihm erlitten zu werden: Das musikalisch Zarte begleitet ein seliges Lächeln, während es Trifunov beim Dramatischen kaum auf dem Hocker hält.

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Bunte Blätter und Bekenntnis

„Best Instrumental Solo“: 2018 gewann Daniil Trifonov seinen ersten Grammy Award in dieser Kategorie. Nun gibt Trifonov, Artist in Residence der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien 2018/19, seinen ersten Soloabend im Großen Musikvereinssaal. 

Kaum ein anderer Künstler, schrieb die „New York Times“, habe in den letzten Jahren so fulminant die Klassikszene erstürmt wie Daniil Trifonov. In New York eröffnete er denn auch die Saison mit dem New York Philharmonic, die Berliner Philharmoniker gewannen ihn als Artist in Residence – und auch nach Wien kommt er in dieser Funktion zur Gesellschaft der Musikfreunde. Gefeierte Auftritte als Solist des Vierten Klavierkonzerts von Rachmaninow und als Kammermusiker im Brahms-Saal liegen schon hinter ihm, nun, im Februar, spielt der 28-Jährige Ravels G-Dur-Konzert mit dem London Symphony Orchestra unter Sir Simon Rattle und gibt einen Soloabend im Großen Saal. Der Bogen des Programms spannt sich von der Klassik (Beethoven) über die Romantik (Schumann) bis zur klassizistischen Spielart des 20. Jahrhunderts (Prokofjew), wobei sich Trifonov auch für Rares und Subtiles wie Schumanns kaum gespielte „Bunte Blätter“ entscheidet. Ein Bekenntnis legt er dann dezidiert mit dem letzten Werk des Programms ab. Prokofjews Achte Sonate sei, wie er den „Musikfreunden“ erklärte, schlichtweg „meine Lieblingssonate“. 

Lesen Sie auch den Artikel "Neue Entdeckungen" aus unserem Musikfreunde Magazin.