Mon 14. January 2019

19:30 Brahms-Saal, Musikverein

Daniil Trifonov

Sergei Dogadin • Narek Hakhnazaryan | Schostakowitsch • Rachmaninow

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Tuesday, January 15, 2019 | Wiener Zeitung / Irrgeher, Christoph

In der Kraftkammer

Intensiv: Trio-Abend mit Pianist Daniil Trifonov.

Es ist ein wenig wie mit der russischen Puppe, in der eine Miniatur ihrer selbst steckt: Als Sergei Rachmaninow sein Klaviertrio in d-Moll schrieb, widmete er es seinem eben verstorbenen Mentor Piotr Tschaikowski - und lieh sich einige Noten aus dessen berühmtem Trio, das selbst einen Todesfall betrauerte.

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Verlorenes wird Musik

Trios von Rachmaninow und Schostakowitsch

Daniil Trifonov, Artist in Residence bei der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, widmet sich im Kammermusikzyklus Werken von Schostakowitsch und Rachmaninow. Gemeinsam mit Sergej Dogadin (Violine) und Narek Hakhnazaryan (Violoncello) spielt er Trios, in denen Totenklagen sich nicht in Schmerz verlieren.

Rachmaninow und Schostakowitsch, jeweils die Trios Numero zwei: Beide Werke, von Trifonov und seinen Freunden zum Programm gebündelt, sind nicht nur „Totenklage“, sondern „Totenmemoria“: „paradigmatischer Fall des kulturellen Gedächtnisses“, das uns derzeit durch die Publikationen von Aleida und Jan Assmann, Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels 2018, neu bewegt. Das Opus des zwanzigjährigen Rachmaninow, der seine Liebe zu Tschaikowskij 1893 in einem monumentalen „Trio élégiaque“ Musik werden lässt, ist zwar gezeichnet von der Erschütterung über den Tod jenes Meisters, der ihn so sehr geprägt, geleitet hatte. 

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