Tue 10. October 2017

19:30 Brahms-Saal, Musikverein

Mark Padmore • Till Fellner

Schubert • Schumann

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Programme

Franz Schubert Der Wanderer an den Mond, D 870 Im Freien, D 880 Am Fenster, D 878 Das Zügenglöcklein, D 871 Viola, D 786 Die Sterne, D 939 Der Winterabend, D 938 — Pause — Robert Schumann Dichterliebe. Liederzyklus aus Heinrich Heines „Buch der Lieder“, op. 48

Encore

Franz Schubert Des Fischers Liebesglück, D 933

Service

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Reviews

Wednesday, October 11, 2017 | Die Presse / Sinkovicz, Wilhelm

Liederabende als bereichernde Lehrstunden

Barbara Hannigan und Geheimnisse der Wiener Schule, Mark Padmore und die Kunst der Artikulation.

Die luxuriös besetzten Lieder-Abonnementreihen der Saison haben begonnen. Mark Padmore und Till Fellner im Musikverein, Barbara Hannigan, begleitet von Reinbert de Leeuw im Konzerthaus gaben die Auftakte.

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Glück, Not und Fluch

Über Dichterliebe

„Im wunderschönen Monat Mai“ – so beginnt sie, die „Dichterliebe“ von Schumann auf Heines Text. Aber das Schöne hat seine Kehrseite, die Liebe ihren Preis. Und erst recht die Liebe, die zum Gedicht werden will.

Lieben bedeutet: sich dem Anderen schenken, aufgehen im Gefühl, rückhaltlos, ohne Wenn und Aber; Liebe ergreift jede Faser in uns, alle Sinne; sie weiß nichts von Scham und Schuld; sie ist die Durchdringende. Liebe nährt sich vom Herzlicht. Seelisch-physische Energie ist sie, reine Hingabe. „Der Umgang mit Musik und ihren Traumgebilden macht für Liebe empfänglich“, schreibt Stendhal. Träumt demnach die Musik von der Liebe des Musikers zu ihr? Mag sein, dass Liebe blind macht, taub gewiss nicht; denn sie wird hellhörig für das Säuseln, in das die Sprache der Liebesworte unwillkürlich gerät.

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