Fri 24. November 2017

19:30 Großer Saal, Musikverein

Wiener Philharmoniker

Daniel Barenboim | Liszt • Mahler

Remaining tickets for this event are available during the opening hours by phone +43 1 505 81 90 or one hour before the concert starts at the box-office.

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Die Wahrsagung zerreißt nicht

Zu Gustav Mahlers Siebter Symphonie

Nach Liszts Erstem Klavierkonzert mit Martha Argerich als Solistin dirigiert Daniel Barenboim am Pult der Wiener Philharmoniker Mahlers Siebte Symphonie. Den musikalischen Zeichen in diesem Werk müsse man sich öffnen wie einem Orakel, schreibt Georg-Albrecht Eckle – und deutet dieses für die „Musikfreunde“.

Wie keine sonst aus dem Kosmos der Mahler’schen Symphonien hat die Siebte von Anbeginn verstört. Damals, als sie erschien, beirrte das Opus durch seinen musikalischen Eigensinn. Heute erkennen wir, dass Mahlers Musik die unmittelbare Geschichte nach ihr, den Wandel der Welt, die Weltkriege, den Holocaust in sich trug und für uns jetzt wiederum Botschaften enthält, die zu unserer Zukunft gehören – einzig vergleichbar den sprachlichen Prophetien Hölderlins. Man muss sich den musikalischen Zeichen Mahlers öffnen wie einem Orakel: „Göttliches trifft Unteilnehmende nicht./ Dann mögen sie rechnen/ Mit Delphi.“ Lesen wir bei Hölderlin.

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