Fri 16. March 2018

19:30 Großer Saal, Musikverein

Münchner Philharmoniker

Valery Gergiev | Beethoven • Strawinsky

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Sunday, March 18, 2018 | Die Presse / Selzer, Theresa

Verlorene russische Schätze

Unter Valery Gergiev stellten Münchens Philharmoniker Igor Strawinskys verloren geglaubtes Frühwerk „Begräbnislied“ vor.

Das ist der Stoff, aus dem moderne Märchen gemacht sind: Orchesterstimmen seines verschollenen Frühwerks „Begräbnislied“ könnten sich, so behauptete Igor Strawinsky, in einer Bibliothek in St. Petersburg erhalten haben. „Ich wünschte, dass irgendjemand in Leningrad dieses Material suchen würde“, schrieb er in seinen späten Memoiren.

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Neues von Strawinsky

Begräbnismusik und Frühlingsopfer

Das Werk galt als verschollen, und auch der Komponist, Igor Strawinsky, musste es für verloren halten. Vor kurzem aber tauchte es überraschend wieder auf: „Funeral Song“ op. 5 des 26-jährigen Strawinsky. Valery Gergiev verbindet die Musikvereinspremiere des frühen Meisterwerks mit dem schon klassisch gewordenen Strawinsky-Schocker „Le Sacre du Printemps“.

In meiner Erinnerung ist dieses Stück mein bestes vor dem ‚Feuervogel‘, in chromatischer Harmonik das am weitesten entwickelte. Die Orchesterstimmen müssten in einer der St. Petersburger Notenbibliotheken vorhanden sein. Ich wünschte, dass irgendjemand in Leningrad dieses Material suchen würde. Ich selbst wäre neugierig zu sehen, was ich damals vor dem ‚Feuervogel‘ komponiert habe.“ In seinen 1960 publizierten „Memoirs and Commentaries“ erinnerte sich Igor Strawinsky einmal mehr an sein verschollenes Frühwerk. Es hatte ihn offenbar über Jahrzehnte beschäftigt. 

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