Mon 27. November 2017

19:30 Großer Saal, Musikverein

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Mariss Jansons | Anton Bruckner

This event has already taken place


Service

print the programme

Remarks

Keine Pause.

 

Reviews

Tuesday, November 28, 2017 | Der Standard / Tošić, Ljubiša

Mariss Jansons: Die introvertierte Seite der Intensität

Der Dirigent und sein Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks im Musikverein.

Es führt der Weg zur glanzvollen Interpretation oft durch Schluchten der widersprüchlichen Vorsätze. Aus dem sorgfältig Geprobten, dem Detailverliebten sollen die Strukturen (im Konzert) wie aus dem Augenblick heraus geschaffen wirken. Bei aller Emotion und allem Überschwang möge die Musik dabei jedoch auch nichts Rohes und Ungeformtes ausstrahlen.

Read review

Hart und zart

Mariss Jansons und München

Er ist ein Mensch, der Präzision und Disziplin verlangt und die Kontrolle will – aber zugleich Gefühl und Spontaneität sehr schätzt. Ein Mann also, der Gegensätzliches, ja fast Widersprüchliches vereint. Aber vermutlich liebt ihn sein Orchester genau dafür seit 14 Jahren. Im November sind Mariss Jansons und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wieder im Musikverein zu Gast. Ein guter Anlass, dieser besonderen Verbindung nachzuspüren.

Wer ihn kennt, weiß: Er ist ein Workaholic. Und ein Perfektionist. Mariss Jansons ist ein detailbesessener, harter Arbeiter. Der Maestro brauche das Gefühl, immer alles unter Kontrolle zu haben, erzählen seine Musiker. Jansons widerspricht nicht. „Alles ist schwer, wenn man es gut machen möchte. Leicht gibt es nicht“, sagt er. Warum etwas gut wird? Aufgrund von Begabung, Talent oder Intuition natürlich. Aber der 74-Jährige hat darauf noch eine weitere Antwort: „Fleiß.“ Als ihn einst das Fernsehen in einem Film über ihn selbst als Komparse benötigte, fragte der Regisseur Frau Jansons, ob sie mit ihrem Mann vielleicht ein wenig dekorativ spazieren gehen könne. Ihre Antwort kam prompt: „Wir gehen nie spazieren. Mein Mann hat zu arbeiten.“

weiterlesen