Tue 31. October 2017

19:30 Großer Saal, Musikverein

Kammerorchester Basel

Trevor Pinnock | Reger • Mozart • Mendelssohn

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Programme

Max Reger Aria nach dem Choralvorspiel „O Mensch bewein’ dein’ Sünde groß“, BWV 622, von Johann Sebastian Bach; Fassung für Streichorchester Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester Es-Dur, KV 364 — Pause — Matthias Arter Aquarell über das Ricercar à 6 von Johann Sebastian Bach (Österreichische Erstaufführung) Felix Mendelssohn Bartholdy Symphonie Nr. 5 d-Moll, op. 107, „Reformations-Symphonie“ revidierte Fassung von 1832

Encore

Felix Mendelssohn Bartholdy Symphonie Nr. 5 d-Moll, op. 107, „Reformations-Symphonie” - 3. Satz (Andante)

Service

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Remarks

An Stelle von Maxim Rysanov übernahm Nils Mönkemeyer den Violapart in Mozarts Sinfonia concertante, KV 364.

 

Reviews

Wednesday, November 1, 2017 | Die Presse / Dobner, Walter

Ideales Finale zum Jubiläum der Reformation

Das Kammerorchester Basel brillierte im Musikverein mit Mendelssohns „Reformationssymphonie“.

Zuerst intonieren die Bläser den Choral „Eine feste Burg ist unser Gott“, später stimmt das übrige Orchester ein. Schließlich bricht sich ein fulminantes Allegro vivace Bahn und sorgt für das packendes Finale von Mendelssohns fünfter Symphonie, komponiert 1830 zum 300. Jubiläum des Augsburger Bekenntnisses der Lutheraner.

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„Herr Bürgermeister, sie singen alle!“

Reformation und Musik

Die „Reformationssymphonie“, gespielt am 31. Oktober 2017, spannt den Bogen zum umwälzenden Geschehen, das genau fünfhundert Jahre vorher begann. Martin Luther initiierte die Reformation. Mit der Musik stand er dabei eng im Bund.

Der moderne Mensch sucht Gott in sich selbst. Auf dem Grund der eigenen Seele wird vermutet, was licht ist, heil und friedlich. Durch Meditation, Selbsterfahrung oder auf Pilgerwegen versuchen Menschen, ihrem göttlichen Wesenskern auf die Spur zu kommen. Schon in der Antike gab es den Glauben an einen göttlichen Lichtfunken in den Tiefen der menschlichen Seele. Die christliche Lehre hat sich in ihrer zweitausendjährigen Geschichte immer wieder mit diesem Menschenbild auseinandergesetzt, mal mit ihm liebäugelnd, mal deutlich widersprechend. Die Reformatoren formulierten diesen Widerspruch besonders scharf, allen voran Martin Luther: Nur durch das Heilswerk Jesu Christi – also durch sein Kommen in die Welt, seinen Tod am Kreuz und seine Auferweckung durch Gott –, könne der Mensch gerettet werden.

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