Beethoven 2020

Aufführungen von und um Beethoven im Jubiläumsjahr*

Beethoven – was sonst? Als es ums Programm für das Eröffnungskonzert des Musikvereinsgebäudes 1870 ging, war klar: Seine Musik sollte die Hauptrolle spielen. Hundert Jahre nach seiner Geburt war Beethoven der Held der klassischen Musik. Und welches Haus auf der Welt wäre berufener gewesen, ihn zu feiern, als der Musikverein?  Schon 1825 war Beethoven Ehrenmitglied der jungen Gesellschaft der Musikfreunde in Wien geworden. Nach seinem Tod kamen hochbedeutende Dokumente seines Schaffens ins Haus. 1870 erhielt die Gesellschaft dann auch das Manuskript der „Eroica“ als Geschenk. Musikverein! Wohin sonst hätte diese berühmte Handschrift kommen sollen? Seit den ersten Tönen, die 1870 im Musikverein gespielt wurden, hatte Beethoven hier eine ganz besondere Resonanz. Im Beethoven-Jahr 2020 kommt sie so vielfältig wie spannend zum Schwingen.








*Die Zusammenstellung auf dieser Seite stellt lediglich eine Auswahl dar.
Alle Veranstaltungen der Saison 2019/20 bei denen Beethoven-Werke aufgeführt werden finden Sie hier.

Beethoven Symphonien

Beethoven für Klavier

Beethoven für Violine

Beethoven Quartette

Beethoven heute

Die Werke Ludwig van Beethovens inspirieren heutige Komponist*innen auf die unterschiedlichste Weise. Für den Zyklus „Beethoven heute“ komponierten Johanna Doderer, Gerald Resch und Johannes Maria Staud Kammermusikwerk, in denen sie die Besetzung jener Werke Beethovens übernehmen, mit denen ihre Auftragskompositionen denen des Jubilars in Konzerten gegenübergestellt werden. Auf Beethoven bezogen sie sich auf gänzlich unterschiedliche Weise. Johanna Doderer hat versucht, eine große lange Melodie zu schreiben wie Beethoven in seinen Klaviersonaten. Gerald Resch vergleicht sein Streichquartett mit einem neuen Häuschen, das neben Beethoven-Altbauten Bestand haben und in einer gewissen Harmonie dazu stehen soll. Johannes Maria Staud hat sich hinsichtlich der Besetzung (Klavier, Flöte und Fagott) auf Beethoven bezogen, aber sich ansonsten die Freiheit erlaubt, etwas völlig Eigenständiges dagegenzusetzen. Die MUK widmet sich in ihrem Konzert „Beethoven 2.0.2.0“ der Beethovens Musik zu Grunde liegenden Energie und begibt sich unter Einbeziehung aller instrumentalen Studiengänge auf die Suche nach dem außergewöhnlichen Klang. Das war der Ausgangspunkt der Komposition von Bernie Mallinger, Geiger des radio.string.quartet.vienna, und des Jazzarrangements für Bigband des österreichischen Pianisten und Keyboarder Geri Schuller. „Diabelli 2020“ bietet abermals eine Gegenüberstellung von damals und heute. Rudolf Buchbinder spielt in einem Konzert sowohl die Diabelli-Variationen von Ludwig van Beethoven als auch neun Variationen über den Walzer von Anton Diabelli, die von der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien anlässlich des Jubiläums international in Auftrag gegeben worden sind. Die Liste der Auftragsempfänger liest sich wie eine Who is Who der heutigen Komponistengeneration: Lera Auerbach – Brett Dean – Toshio Hosokawa – Christina Jost – Brad Lubman – Philippe Manoury – Max Richter – Rodio Schtschedrin – Johannes Maria Staud – Tan Dun – Jörg Widmann. Lebendige Auseinandersetzungen mit dem Jahresregenten!


Beethoven auf Seitenwegen

Die Gesellschaft der Musikfreunde beschreitet bei ihrer Auseinandersetzung mit Ludwig van Beethoven anlässlich seines 250. Geburtstag auch Seitenwege oder – prägnanter ausgedrückt – es werden seine Werke in ihrem historischen Bezug gestellt. Verschiedene Arten der Annäherung sind dabei möglich. Malcolm Bilson, ausgewiesener Spezialist für historische Aufführungspraxis und Musikwissenschafter mit Schwerpunkt 18. und 19. Jahrhundert, spielt Klaviermusik Ludwig van Beethovens auf dem Hammerflügel, André Stein (Wien um 1825) aus dem historischen Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Johannes Fleischmann, Mitglied einer österreichischen Musikerfamilie, stellt unter dem Titel „Beethovens Wien“, Beethovens Violinsonate, op. 23 in ihr zeitliches Umfeld, indem er sie mit Werken von Joseph Haydn, Anton Eberl, Jan Václav Voříšek und Franz Schubert kombiniert.

Beethoven für Kinder

Einmal ganz nah an ein Orchester heranrücken und einen genauen Blick auf die Meister der Wiener Klassik werfen? Die moderierten Konzerte „KlassiX“ für Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 14 Jahren feiern in ihrer Februar-Ausgabe den berühmten Jubilar Ludwig van Beethoven. Die mit dem Komponisten in besonderer Weise verbundene Beethoven Philharmonie nimmt gemeinsam mit Dirigent Konstantinos Diminakis und Moderatorin Esther Planton die Violinromanzen des Genies unter die Lupe – und dabei kommen nicht nur Beethovens Melodien sondern auch die Jugendlichen zu Wort!

Beethoven brauchte bestimmt viele Koffer und Kisten für seine 42 Umzüge in Wien … Doch warum hielt es der berühmte Komponist nirgends länger aus? Wer war er eigentlich wirklich? In der Juni-Ausgabe der Konzertreihe „KlingKlang“ für Kinder ab 4 Jahren geht es nicht um den überirdischen Held, sondern um den Menschen Beethoven, dessen Musik so viele von uns nach wie vor tief bewegt.