Wunschprogramm im Großformat

Der Orchesterverein spielt Mahlers Zweite

Mit Gustav Mahlers monumentaler Zweiten Symphonie präsentiert sich der Orchesterverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien unter Robert Zelzer am 15. April wieder im Großen Musikvereinssaal.

Für sein traditionelles Frühjahrskonzert im Großen Musikvereinssaal hat sich der Orchesterverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien erneut Großes vorgenommen. Nach Aufführungen von Beethovens „Egmont“-Musik im Vorjahr und vorangegangenen Höhepunkten wie Haydns „Schöpfung“, Mendelssohns „Elias“, Saint-Saëns’ „Orgelsymphonie“ und Dvořáks Symphonie „Aus der Neuen Welt“ steht 2018 Gustav Mahlers Zweite Symphonie auf dem Programm.

Seine Zweite, bekannt als „Auferstehungssymphonie“, ist jenes Werk, in dem Mahler im Grunde über alles bis dahin in der Gattung Symphonie Gekannte hinausging und das selbsterklärte Ziel, mit jeglichen zur Verfügung stehenden Mitteln eine Welt zu errichten, erstmals umsetzte: instrumental nicht zuletzt durch die Hinzuziehung eines an Bläsern und Schlagwerk reichen Fernorchesters, auch vokal, durch den Einsatz von zwei Frauenstimmen und gemischtem Chor, und in der fünfsätzigen Anlage durch zwei ausgedehnte Ecksätze und eine überdimensionale Gesamtdauer von etwa eineinhalb Stunden, in denen Mahler musikalisch, klanglich und textlich die Möglichkeiten ausreizt.
Dieses so anspruchsvolle wie eindrucksvolle musikalische Monument einmal zu spielen war ein Wunsch, der von Orchestermitgliedern immer wieder artikuliert wurde. Und auch Robert Zelzer, bereits knapp ein Vierteljahrhundert Dirigent und künstlerischer Leiter des Amateurorchesters, hegte diesen Wunsch seit langem. Irgendwann wollte er Mahlers Zweite mit dem Orchesterverein erarbeiten und aufführen. Mit künstlerischem Geschick, grenzenlosem Enthusiasmus und menschlichem Gespür und wie stets auch einigem Wagemut hat Zelzer während jahrelanger, kontinuierlicher Aufbauarbeit den Weg bereitet und die Voraussetzungen auch für ein Vorhaben dieser Dimension geschaffen.