Rezensionen
Freitag, 04.06. Kronen Zeitung /
"Standing ovations" für Klavier-Krösus Maurizio Pollini
Geburtstagsgeschenke gehören sorgsam ausgesucht. Die Wiener Festwochen haben das getan und schenkten den Jahresregenten Robert Schumann und Frederic Chopin einen echten Maurizio Pollini zum 200er.
Konzertprogramm
Im Wiener Musikverein feierte der italienische Pianist am Donnerstagabend die beiden Schöpfer wegweisender Klaviermusik mit der für ihn typischen schlichten Transzendenz. Das Publikum gratulierte mit stehenden Ovationen....
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Freitag, 04.06. Wiener Zeitung /
Festkonzert mit Pauken und Trompeten
Konzert
Konzertprogramm
Aller Anfang war Bach: Zumindest für die Wiener Akademie, die heuer ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Das im Bach-Jahr 1985 gegründete Barock-Ensemble ist mittlerweile Österreichs einziges Originalklang-Orchester, dessen Repertoire von Bach bis Liszt reicht....
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Freitag, 04.06. Wiener Zeitung / Marion Eigl
Familientreffen mit Schubert und Korngold
Konzert
Konzertprogramm
Drei Jahre liegt das Korngold-Jahr mittlerweile schon wieder zurück. 2007 markierte nicht nur den 110. Geburtstag des Komponisten, sondern auch seinen 50. Todestag. Endlich erfuhren die Werke des einstigen Wunderkinds eine Renaissance. Endlich stand nicht mehr nur das von ihm neu kreierte Genre "Filmmusik à Korngold", sein Wiener "Sound Track" im Blickpunkt....
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Freitag, 04.06. Wiener Zeitung / Christoph Irrgeher
Emotion im Luxusklangbild
Konzert
Konzertprogramm
Es steckt ein Befreiungsschrei in diesem Werk: Im März 1953 ist Josef Stalin verstorben, im Dezember erklang dann erstmals Dmitri Schostakowitschs Zehnte Symphonie. Es dürfte kein Zufall sein, dass sich der vom Tyrannen bedrohte Komponist in seiner Partitur verewigt hat. D-Es-C-H: Diese Initialen grundeln gleichsam unter der Oberfläche, bis sie im Finale triumphal durchbrechen....
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Freitag, 04.06. Die Presse /
Antonio Pappano brilliert mit Wiener Philharmonikern
Der Chefdirigent von Londons Covent Garden und Roms Santa Cecilia dirigiert in Wien das philharmonische Abonnementkonzert. Dabei gibt er die Richtung vor, als Gegenleistung erwartet er ein flexibles Spiel.
Konzertprogramm
Antonio Pappano, Chefdirigent in London (Covent Garden) und Rom (Santa Cecilia) ist einer der führenden Dirigenten unserer Zeit, in der Oper gleich firm wie im Konzertsaal, was mittlerweile eine Rarität ist, aber genau jene Mischung, die in Wien am Pult der Philharmoniker in aller Regel die beste Figur macht. ...
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Samstag, 05.06. Die Presse / Wilhelm Sinkoviz
Musikverein: Pappano lässt Mozart wieder „philharmonisch“ werden
Wie schon bei seinem Staatsoperndebüt brilliert Antonio Pappano auch bei den Philharmonikern als Einspringer.
Konzertprogramm
ntonio Pappano, Chefdirigent in London (Covent Garden) und Rom (Santa Cecilia), ist einer der führenden Dirigenten unserer Zeit, in der Oper gleich firm wie im Konzert – was mittlerweile eine Rarität, aber genau jene Mischung ist, die in Wien am Pult der Philharmoniker in aller Regel die beste Figur macht. Pappanos „Wiener Geschichte“ ist so kurz wie effektiv....
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Samstag, 05.06. Der Standard /
Unerbittliche Spannung - und Eile mit Weile
Maurizio Pollini mit Schumann und Chopin bei den Festwochen
Konzertprogramm
Kaum einem anderen Pianisten, dessen Karriere noch andauert, eilt ein so legendärer Ruf voraus wie Maurizio Pollini. Kaum jemandem wird eine derart unfehlbare Technik nachgesagt, kaum jemandem auch ein vergleichbar konstantes Bündel interpretatorischer Eigenschaften. ...
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Montag, 07.06. Der Standard /
Harnoncourt mit Mozart
Detailreicher Traum eines Helden
Konzertprogramm
Als er das Stück in Salzburg dirigierte, sei ein Kritiker eingenickt und habe die Aufführung durch sein Schnarchen gestört. Das erzählte ein gewohnt launiger Nikolaus Harnoncourt im Musikverein, bevor er das Publikum aufforderte, während Wolfgang Amadeus Mozarts Il sogno di Scipione zu lachen, wenn es das Bedürfnis danach verspüre. Und der Dirigent schien es durchaus zu billigen, dass dann nach fast jeder Arie Applaus aufbrandete. ...
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Dienstag, 08.06. Die Presse / Wilhelm Sinkoviz
Festwochen: Die vielen Facetten des Richard Strauss
Christian Thielemann gastierte mit den Münchner Philharmonikern im Musikverein.
Konzertprogramm
„Ich dirigiere am liebsten die Alpensymphonie“, schrieb Richard Strauss einem Veranstalter, der den Komponisten für ein Konzert mit eigener Musik engagieren wollte. Den Satz könnte auch Christian Thielemann ins Musikvereins-Stammbuch schreiben. Er hat den gigantischen Bilderbogen einer Bergwanderung aufs Programm gesetzt, als er bei den Wiener Philharmonikern debütierte, und nun auch beim Gastspiel mit den Münchner Philharmonikern....
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Mittwoch, 09.06. Wiener Zeitung / Marion Eigl
Thielemann: Alpen-Klänge auf höchstem Niveau
Konzert: Münchner Philharmoniker, Thielemann
Konzertprogramm
Ungeachtet all dieser Querelen gab der einstige Karajan-Assistent mit seinen Münchnern ein beeindruckendes Konzert im Wiener Musikverein mit Werken von Richard Strauss. Beim Oboenkonzert in D-Dur, vollendet 1945, kam die Solistin aus den eigenen Reihen: Nach zaghaftem Beginn gelang es Marie-Luise Modersohn, sich herrlich freizuspielen. Ihr schöner Ton blühte besonders zu Beginn des zweiten Satzes. Ihre Kollegen erwiesen sich als galante Musizierpartner....
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Donnerstag, 10.06. Der Standard /
Fürchtet nicht das Jüngste Gericht
Musikverein: Fabio Luisi und die Wiener Symphoniker mit Verdis "Requiem"
Konzertprogramm
Ein Abend, so lau und licht wie an der Côte d"Azur, dazu ein Werk, so donnersatt und pathosgeschwängert wie Giuseppe Verdis großtheatralisches Tongemälde über den Tag des Jüngsten Gerichts - sein Requiem. Ja, geht das denn? Es geht. Wenn es von Fabio Luisi dirigiert, den Wiener Symphonikern gespielt und dem Wiener Singverein und einem super Solistenquartett gesungen wird. Was Mittwochabend im Musikverein so passierte....
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Dienstag, 15.06. Die Presse /
Musikverein: Derf"s a bisserl mehr sein?
Rudolf Buchbinder begeistert mit Schumann und Chopin. Wo es technisch ans Eingemachte geht, scheint sich der Wiener Pianist so richtig wohlzufühlen.
Konzertprogramm
Derf"s ein bisserl mehr sein? Würde Rudolf Buchbinder nach einem Motto suchen, dieses böte sich an. Quantitativ wie qualitativ wird bei einem Buchbinder"schen Klavierabend einfach mehr geboten als bei sehr vielen anderen Pianisten. Davon konnte man sich erst am Sonntag bei einem umjubelten Konzert wieder ein Bild machen....
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Samstag, 19.06. Die Presse /
Bertrand de Billy: Bewegendes Abschiedskonzert
Bertrand de Billys letzter Auftritt als Dirigent des RSO: Arthur Honeggers "Johanna", erstklassig.
Konzertprogramm
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Ein bewegendes Abschiedskonzert zelebrierte, ohne dass es als solches angekündigt gewesen wäre, Bertrand de Billy. Ein Treppenwitz der wienerischen Kulturpolitik, dass just einige Stunden vor diesem letzten Wiener Auftritt des Dirigenten mit seinem Orchester im Parlament beschlossen wurde, dass der ORF künftig zur Erhaltung des Radio-Symphonieorchesters per Gesetz verpflichtet ist. Seine gesamte Amtszeit war vom Überlebenskampf geprägt – und allen Querelen und Auflösungsdrohungen, die vom Küniglberg kamen, zum Trotz hat de Billy aus dem RSO einen international konkurrenzfähigen, erstklassigen Klangkörper geformt....
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Sonntag, 20.06. Die Presse /
Musikverein: Nur das Beste für Carlos Kleiber
Zum Saisonausklang musizierten die Philharmoniker Mozart, Schubert und Tschaikowsky unter Riccardo Muti.
Konzertprogramm
Unvergessen, wie Muti Kleiber, obwohl er wusste, er kann ihn nicht an die Scala binden, mit dem Goldenen Taktstock des Mailänder Opernhauses ehrte. Unvergessen, wie Kleiber im Musikverein, was sich auf DVD und Video nachhören lässt, einst Mozarts Linzer Symphonie KV 425 dirigierte. Ebenso seine Deutung der Schubert"schen Unvollendeten, eine der wenigen Aufnahmen, die er mit den Philharmonikern produzierte....
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Montag, 21.06. Wiener Zeitung / Rainer Elstner
Surreales Duell zwischen Haydn und Techno
Konzert: Kammerorchester Wien-Berlin
Konzertprogramm
Empörung vor dem Musikverein: Nach dem Konzert des Kammerorchesters Wien-Berlin bestürmten große Teile des Publikums Polizisten, die vor dem Gebäude aufmarschiert waren. Was war geschehen? Ein Clash of Cultures hat die Erregung ausgelöst.
Während im Goldenen Saal das Verklingen zelebriert wurde – mit Joseph Haydns "Abschieds-Symphonie" –, wummerte vom Karlsplatz die Freeparade herüber. Diese Techno-Demo war mitnichten, wie von Seiten des Musikvereins verkündet, eine Veranstaltung der Festwochen, sondern eine Demonstration "gegen die kapitalistischeGesellschaftsordnung". Haydn in einem surrealen Setting – von einer konzentrierten Interpretation war da nicht mehr zu sprechen....
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Montag, 21.06. Kurier / Peter Jarolin
Die Philharmoniker mit Riccardo Muti
Kritik: Furioses Finale der Festwochenkonzerte. Eine Sternstunde der Musik mit Riccardo Muti.
Konzertprogramm
Die Wiener Philharmoniker, Riccardo Muti am Pult, Werke von Mozart, Schubert, Tschaikowsky und ein letztlich frenetisch tobendes Publikum - das nennt man eine Sternstunde....
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Dienstag, 22.06. Wiener Zeitung / Daniel Wagner
Nur keine Angst vor der virtuosen Perfektion
Konzert
Konzertprogramm
Da hat sich also Riccardo Muti einmal mehr mit seinem Intimus Mozart bei den Wiener Philharmonikern ausgelebt, und dann auch noch so gewagt: Die "Linzer Symphonie" im Rahmen der Wiener Festwochen zu bringen, ist schon ein kesses Unterfangen. Zwecks Befriedung des lokalen Konzertveranstalters präsentierte er im Wiener Musikverein das KV 425 in einer für ihn ungewohnt harmoniebetonten Interpretation....
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