Rezensionen
Mittwoch, 10.02. Die Presse /
Musikverein: Maazels lässiges Musikgewitter
Lorin Maazel und die Wiener Philharmoniker mit Beethoven, Debussy, Ravel. Die Coda zelebrierte er wie ein separates Adagiofinale.
Konzertprogramm
Wie Natur klingt? Viele von uns haben es längst vergessen. Was hingegen die Natur in Komponisten zweier Epochen zum Klingen gebracht hat, war am Dienstag im Musikverein zu erlauschen. Da nahm Lorin Maazel Beethovens Gebot streng beim Wort, seine „Pastorale“ sei „mehr Ausdruck der Empfindung als Mahlerey“....
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Donnerstag, 11.02. Wiener Zeitung / Marion Eigl
Anspannung und tänzerische Ekstase
Konzert
Konzertprogramm
Anfang März feiert Lorin Maazel seinen 80. Geburtstag. An diesem Tag wird er die Wiener Philharmoniker beim Sechsten Abonnementkonzert der Saison leiten. Als Auftakt einer Konzertserie unter des Maestros Leitung standen im Musikverein Werke von Beethoven, Debussy und Ravel auf dem Programm....
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Freitag, 12.02. Wiener Zeitung / Marion Eigl
Eine Frühlingsahnung
Konzert
Konzertprogramm
Schades Mozart-Lieder sind berückend schön („Das Veilchen“ und „Abendempfindung“ ganz besonders). Und die Schumann-Interpretation des Tenors lässt keine Wünsche offen: bei dieser „Mondnacht“ hat der Himmel die Erde tatsächlich still geküsst! Über den Gast des Abends – Thomas Quasthoff – freuten sich Publikum und Schade gleichermaßen. Gemeinsam trugen sie – wenn auch etwas spontan wirkend – Duette von Mendelssohn und Schumann sowie zwei Ausschnitte aus Mozarts „Così fan tutte“ vor. Solistisch brillierte der Bassbariton mit Schubert und Brahms....
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Montag, 15.02. Der Standard /
Energie des Spontanen
Die Tonkünstler und das London Symphony Orchestra
Konzertprogramm
Man spürt denn auch deutlich, wenn etwa die Tonkünstlerstreicher bei Brahms" 1. Symphonie kollektiv markante, hitzige Akzente setzen, dass Orozko-Estrada über den Energieweg Strukturen von Unverbindlichkeit befreien will....
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Montag, 15.02. Der Standard /
Energie des Spontanen
Die Tonkünstler und das London Symphony Orchestra
Konzertprogramm
Man spürt denn auch deutlich, wenn etwa die Tonkünstlerstreicher bei Brahms" 1. Symphonie kollektiv markante, hitzige Akzente setzen, dass Orozko-Estrada über den Energieweg Strukturen von Unverbindlichkeit befreien will....
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Montag, 15.02. Die Presse /
Wiener Musikleben: In den Fängen der russischen Musik
London Symphony gastierte unter Valery Gergiev, die Tonkünstler brillierten unter Orozco-Estrada.
Konzertprogramm
Valery Gergiev beschloss mit diesem Werk den ersten Wiener Gastspielabend des London Symphony Orchestra, dessen Chefdirigent er seit 2007 ist. Er bevorzugt einen anderen Weg. Aus einem quasi improvisatorisch anhebenden Beginn entwickelt er die vier Orchestertableaux, setzt weniger auf glasklare Konturen denn auf Atmosphäre....
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Montag, 15.02. Die Presse /
Wiener Musikleben: In den Fängen der russischen Musik
London Symphony gastierte unter Valery Gergiev, die Tonkünstler brillierten unter Orozco-Estrada.
Konzertprogramm
Brahms, die Erste Symphonie, hatten auch die Tonkünstler am Sonntagnachmittag auf dem Programm. Auch hier stand mit Andrés Orozco-Estrada der Chefdirigent am Pult. Obgleich erst im ersten Jahr seines Vierjahresvertrags, hat der junge Kolumbianer, seit Herbst auch Musikdirektor des Baskischen Nationalorchesters, seine Musiker schon bestens im Griff, weiß aus ihnen klanglich sowie rhythmisch Nuancen herauszuholen, wie man sie zuletzt oft vermisste....
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Dienstag, 16.02. Wiener Zeitung / Gerhard Kramer
Leuchtende Farben in glasklaren Tempi
Konzert: London Symphony Orchestra
Konzertprogramm
Im Ranking der fünf großen Londoner Klangkörper weist man dem London Symphony Orchestra (LSO) zumeist den ersten Platz zu. Offenbar zu Recht: Unter Valery Gergiev, seinem Chefdirigenten seit 2007, gastierte das LSO an zwei Abenden im Musikverein. Und schon beim ersten Konzert brillierte es mit Strawinskys "Petruschka" in der Fassung von 1947: Da entrollte sich in leuchtenden Farben und glasklarer, exakt durchhörbarer Rhythmik das St. Petersburger Fastnachtstreiben; markant und (wenn nötig) als scharfe Grotesken hatte Gergiev die Episoden der Mittelsätze geformt....
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Mittwoch, 17.02. Wiener Zeitung / Gerhard Kramer
Eine Nacht der leuchtenden Töne
Konzert: Wiener Symphoniker, Vladimir Fedosejev
Konzertprogramm
Offenbar angeregt durch die erfolgreiche Aufführung von Karol Szymanowskis Oper "König Roger" bei den Bregenzer Festspielen 2009 haben gleich zwei der großen Wiener Orchester seine Dritte Symphonie op. 27, "Das Lied von der Nacht", im Abstand eines Monats aufs Programm gesetzt: Den Anfang machten jetzt die Wiener Symphoniker unter Vladimir Fedosejev, im März werden die Philharmoniker unter Pierre Boulez folgen....
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Freitag, 19.02. Wiener Zeitung / Christoph Irrgeher
Wider den Triebverzicht
Musikverein: Klassik-Star Thomas Quasthoff als jazziger Entertainer
Konzertprogramm
Wären nicht all die Witzchen, man könnte an einen martialischen Filmhelden denken: Thomas Quasthoff, er ist quasi der "Blade" der Sängerwelt. Denn: Trotz klassischer Erblast bewegt er sich ebenso souverän im Licht des Jazz, wie der Hollywood-Vampir das Sonnenlicht erträgt....
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Montag, 22.02. Wiener Zeitung / Gerhard Kramer
Barenboims Klanggebirge
Konzert: Daniel Barenboim
Konzertprogramm
Seine weltweiten Erfolge als Konzert- und Operndirigent lassen zuweilen vergessen, dass Daniel Barenboim seine Karriere einst als pianistisches Wunderkind begonnen hat. Und heute noch ist der Rang des 68-Jährigen als bedeutender Pianist ungefährdet, wie sein begeistert aufgenommener zweiter Chopin-Abend im Musikverein bewies....
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Montag, 22.02. Der Standard /
Meister des charmanten Übergangs
Chopin-Jahr
Konzertprogramm
Komponisten-Bedenkjahre führen mitunter zu Überflutungen mit etabliertem Repertoire. Für signifikant vielseitige Künstler jedoch haben Jubiläen womöglich den Vorteil, die Entscheidung zu erleichtern, wohin die Konzentration einer Saison zu lenken sei. Chopin-Jahr also; Daniel Barenboim vertieft sich tourneemäßig in den Instrumentalsänger des 19. Jahrhunderts. Und ja, er gönnt sich dabei einen Hauch des Ungeplanten - bei seinem ersten Abend im Wiener Musikverein wählt er drei Walzer spontan aus....
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Montag, 22.02. Wiener Zeitung / Markus Hennerfeind
Chopin mit klarem Verstand
Konzert: Daniel Barenboim
Konzertprogramm
Schneller, höher, weiter: Das war nie Daniel Barenboims Maxime in der Ausübung seiner Kunst. Dennoch dirigiert er oft innerhalb kurzer Zeit verschiedene Opern und Konzerte, gibt daneben Klavierabende und bedient dabei obendrein ein schier grenzenloses Repertoire....
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Donnerstag, 25.02. Die Presse / Wilhelm Sinkoviz
Musikverein: Rücksichtsloser ist nie komponiert worden
Prêtre und die Wiener Symphoniker spielten Mahler – so spontan, wie man ihn spielen muss.
Konzertprogramm
„Plötzlich viel schneller“, schreibt Gustav Mahler in die Partitur – ein jäher Einschub greller Blasmusikklänge in einen Trauermarsch; als würde eine würdige Prozession unflätig gestört. Solche Montage-Effekte führt der Komponist in die hehre Welt der Symphonie ein und macht sie damit zum Träger sehr subjektiver Ausdrucksbotschaften....
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Freitag, 26.02. Der Standard /
Aller Tingeltangel dieser Welt
Die Wiener Symphoniker im Musikverein
Konzertprogramm
Der eine war Sohn eines Perückenmachers, der andere der eines Fuhrmanns. Beide kamen schon früh an ein Konservatorium und strebten zielsicher dem Erfolge zu. Der Erste, Georges Bizet, obschon ein eher scheuer Charakter, sollte sich ganz der Oper zu Füßen werfen und der Musikgeschichte letztlich ihr populärstes Werk schenken; der Zweite, Gustav Mahler, sollte als einer der Operndirektoren seiner Zeit seine kompositorische Schaffenskraft kardinal dem Symphonischen widmen....
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Freitag, 26.02. Wiener Zeitung / Markus Hennerfeind
Ein Interpret der Vielschichtigkeit
Konzert: Wiener Symphoniker, Georges Prêtre
Konzertprogramm
Georges Prêtre versteht sich nicht als Dirigent, sondern als Interpret. Wie wahr das ist, brachte er selbst im Musikvereinssaal wieder einmal deutlich auf den Punkt....
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